Erinnerungskultur

„Tag der Erinnerung“: YLAB macht Göttingens nationalsozialistische Vergangenheit sichtbar

Im Frühling reinigten Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen Stolpersteine – jetzt nehmen sie am „Tag der Erinnerung“ des YLAB teil.

Im Frühling reinigten Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen Stolpersteine – jetzt nehmen sie am „Tag der Erinnerung“ des YLAB teil.

Göttingen. Das YLAB – Geisteswissenschaftliches Schülerlabor der Universität Göttingen organisiert zum ersten Mal einen „Tag der Erinnerung“ in der Göttinger Innenstadt. Ziel der Veranstaltung sei, Schulklassen und die Öffentlichkeit zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld anzuregen. Das teilt das YLAB mit.

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Am Donnerstag, 30. Juni, können sich Jugendliche und alle Interessierten von 15 bis 18 Uhr an neun Informationsständen in der Innenstadt über Themen informieren, die mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Göttingens zu tun haben. So sollen am Auditorium Einblicke in die lokale Widerstandstätigkeit des Universitätspsychologen und Sozialisten Heinrich Düker gegeben werden. Am Platz der Synagoge stellen Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und der IGS Geismar ihre Arbeiten über den Ablauf des Novemberpogroms im Jahr 1938 vor. Ein Informationsstand am Markt gibt Auskunft über das Gesamtprojekt.

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„Mit dem Tag der Erinnerung möchten wir Jugendliche animieren, sich intensiver mit der lokalen NS-Geschichte auseinanderzusetzen“, so YLAB-Leiter Gilbert Heß. Er hoffe, durch die Beteiligung von Lehrkräften, Kultureinrichtungen, Vereinen und Verbänden könne der „Tag der Erinnerung“ ein fester Bestandteil der Erinnerungskultur in Göttingen werden. An dem Projekt ist unter anderem die Geschichtswerkstatt beteiligt. Gefördert wird es von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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