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Altes Land

Geschmack, Kosten, Erträge: Das erwarten Bauern von der Apfelernte in diesem Jahr

Eine Apfelplantage wird bei hohen Temperaturen und Sonnenschein mit Wasser beregnet. Die Bauern im Alten Land erwarten eine gute Apfelernte.

Eine Apfelplantage wird bei hohen Temperaturen und Sonnenschein mit Wasser beregnet. Die Bauern im Alten Land erwarten eine gute Apfelernte.

Jork. Nach dem bisherigen Wetterverlauf sind die Aussichten für die Apfelernte im Alten Land bestens. „Wir erwarten eine sehr gute Ernte“, sagt Karsten Klopp, Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) gehörenden Obstbauversuchsanstalt (OVA) in Jork. Die 550 Betriebe mit insgesamt 10.000 Hektar Fläche zwischen Cuxhaven und Hamburg ernten von Anfang bis Mitte September, zuerst ist der Elstar dran. „Durch die Sonne wird Zucker gebildet, das ist gut für das Aroma“, erklärte er. Wie genau die Ernte ausfällt, könne man allerdings je nach Wetterverlauf erst Mitte August vorhersagen.

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Wegen der Hitze und großen Sonneneinstrahlung mussten viele Obstbauern zuletzt künstlich beregnen, damit die Äpfel keinen Sonnenbrand bekommen. Das sind die gleichen Beregnungsanlagen, mit denen im Winter die Früchte mit Wasser ummantelt werden, damit ihnen der Frost nichts anhaben kann. Durch die Beregnung steigen auch die Kosten, vor allem wegen der hohen Dieselpreise. „Sicherlich ist das ein Kostenfaktor, aber kein Vergleich zu den trockenen Jahren 2018 und 2019“, sagt Klopp. Der Marschboden speichere zudem gut Wasser.

Auch Hauke und Carina Meyer vom „Obsthof Meyer“ in Hollern-Twielenfleth im Landkreis Stade erwarten eine pralle Ernte. „Ich denke, sie werden gut schmecken“, sagt Carina Meyer, die die ersten Sorten schon Mitte August vom Baum holen will. Bewässert werden die Apfelbäume an heißen Tagen mittags. „Damit kühlen sie etwas ab und bekommen keinen Sonnenbrand“, erklärt sie.

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Ein Apfel mit Sonnenbrand.

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Pflaumen- und Zwetschgenernte hat begonnen

Die Pflaumen- und Zwetschgenernte hat bereits begonnen. Die Obstbaubetriebe erwarten bei allen Sorten eine gute bis sehr gute Erntemenge. „Der gute Fruchtansatz hat mit dem Frühjahr zu tun: Es war sonnig und trocken, so dass die Bienen gut fliegen konnten“, erklärt Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der Obstbauversuchsanstalt. „Die Ernte beginnt dieses Jahr etwa zehn Tage früher als im vergangenen Jahr und liegt damit im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.“

150.000 Pflaumen- und Zwetschgen-Bäume stehen an der Niederelbe. Die niedersächsischen Obstbauern haben 2021 dem Bundesamt für Statistik zufolge 2544 Tonnen Pflaumen und Zwetschgen geerntet. Auf 237 Hektar wurde das Steinobst im vergangenen Jahr angebaut, der Ertrag lag bei rund 10,7 Tonnen pro Hektar.

Von RND/Britta Körber/dpa

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