Hamburg

Klimaaktivist springt in Hamburger Hafenbecken und will Schiffsverkehr lahmlegen

Klimaaktivisten der Aktion „Aufstand der letzten Generation" blockieren am Montagmorgen eine Kreuzung am Zollamt Waltershof zur Köhlbrandbrücke und zur Autobahn A7 in Hamburg.

Hamburg. Lebensmittelretter und Klimaaktivisten der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" haben am Montag im morgendlichen Berufsverkehr die Hamburger Köhlbrandbrücke blockiert – und damit für kilometerlange Staus und viel Kritik aus der Politik gesorgt. Mehr als 30 Demonstranten trafen sich nach Polizeiangaben im Hafengebiet und versammelten sich auf den Fahrbahnen der Brücke und einer Zufahrt. Auf dem Scheitelpunkt der wichtigen Verkehrsachse im Hafen hätten sich vier Menschen auf der Fahrbahn festgeklebt, weitere 19 Menschen auf der Westrampe, wie ein Polizeisprecher in Hamburg sagte. Dazu nutzten sie Sekundenkleber und Bauschaum.

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Aktivist springt in Hafenbecken

Einer der Protestierenden sei sogar ins Hafenbecken gesprungen, wie unter anderem das Portal "t-online" unter Berufung auf die Polizei berichtet. Damit habe der Mann den Schiffsverkehr auf der Elbe stören wollen. Doch seine Aktion brachte nichts. "Der Schiffsverkehr wurde in keinster Weise beeinträchtigt", sagte ein Polizeisprecher zu dem Portal.

Der Aktivist hatte seinen Sprung in die Elbe zuvor bei der Polizei angekündigt, heißt es in dem Bericht. Demnach habe er sich beim Eintreffen der Polizei friedlich und entschlossen verhalten, sodass er aus dem Wasser gezogen werden musste. Er erhielt einen Platzverweis.

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Blockade nach drei Stunden beendet

Währenddessen hatten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Stadtreinigung die festklebenden Menschen nach mehr als drei Stunden von der Fahrbahn gelöst, die Straße wieder gereinigt und die Sperrungen aufgehoben. Von einigen Teilnehmenden der Aktion seien die Personalien festgestellt worden, so ein Polizeisprecher. Zudem wurden Platzverweise erteilt. Ob auch Aktivisten in Gewahrsam genommen wurden, konnte er zunächst nicht sagen.

Initiative fordert ein Lebensmittelrettungsgesetz

Die Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ will sich eigenen Angaben zufolge mit solchen Blockadeaktionen unter anderem gegen Lebensmittelverschwendung, für mehr Klimaschutz und eine Bürgermitbestimmung einsetzen. Sie fordert von der Bundesregierung ein Lebensmittelrettungsgesetz. Zahlreiche Politiker und Politikerinnen kritisierten die Aktion deutlich.

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Um auf ihre Ziele aufmerksam zu machen, hat die Gruppe seit Ende Januar immer wieder Autobahnen blockiert, vor allem in Berlin, aber auch in Hamburg, München und anderen Städten. Am Sonntag hatte sie eine Ausweitung ihrer Aktionen auf Häfen und Flughäfen angekündigt, falls es keine konkrete Zusagen der Bundesregierung zur Umsetzung eines Lebensmittelrettungsgesetzes geben sollte.

RND/nis mit dpa

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