Bis zu 500 Personen am Donnerstag

Einsatzkräfte weiten Waldbrandbekämpfung im Harz massiv aus

Einsatzkräfte der Feuerwehr beraten sich in der Einsatzleitstelle Schierke.

Einsatzkräfte der Feuerwehr beraten sich in der Einsatzleitstelle Schierke.

Wernigerode. Beim Feuer am Brocken im Harz ist am Mittwoch die Brandbekämpfung am Boden intensiviert worden. Die „massiv ausgeweiteten“ Löschtrupps lockerten unter anderem den Boden und schlugen Schneisen für eine bessere Brandbekämpfung, sagte ein Sprecher des Landkreises Harz. Der Großteil des Löschwassers werde aber weiterhin aus der Luft von den sieben Löschhubschraubern und zwei italienischen Löschflugzeugen abgeworfen. Ob die Flugzeuge auch am Donnerstag eingesetzt werden sollen, war am Mittwochnachmittag laut Kreisverwaltung noch fraglich.

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Die kurzen Regenschauer am Mittwochnachmittag hatten derweil wegen ihrer geringen Intensität kaum Auswirkungen auf die Brandentwicklung, sagte der Sprecher. Am Donnerstag werde man erneut die Zahl der Rettungskräfte erhöhen. Über 500 Einsatzkräfte könnten dann zeitgleich gegen die Flammen vorgehen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich ebenso für Donnerstag angekündigt, um sich von der Lage und den Arbeiten ein Bild zu machen, so der Landkreissprecher.

Das Feuer war am Samstag an einem bei Touristen beliebten Wanderweg in der Nähe des Aussichtspunktes Goethebahnhof entdeckt worden. Die Brandursache ist noch unklar. Das Gelände ist für die Brandbekämpfung teilweise schwer zugänglich, weswegen Löschflugzeuge und -hubschrauber mobilisiert wurden.

Welche Konsequenzen sollen aus dem Waldbrand gezogen werden?

Kontrovers diskutiert wird derweil über die Konsequenzen aus dem Waldbrand. Dabei geht es darum, inwieweit Totholz als ein möglicher Brandbeschleuniger aus Wäldern geräumt werden soll. Hier gehen die Meinungen auseinander. Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze (CDU) äußerte am Mittwoch Zweifel am Modell eines gemeinsamen Nationalparks Harz mit dem Land Niedersachsen. Wenn man keine gemeinsamen Lösungen finde, müsse man den Nationalpark Harz grundsätzlich in Frage stellen, sagte der CDU-Politiker im Landtag von Sachsen-Anhalt. Er wolle das nicht, so Schulze. Doch das Totholz stelle eine „Riesengefahr“ dar.

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Umweltverbände sprachen sich am Mittwoch gegen das flächige Freiräumen von Totholz aus und betonten dessen Schutzwirkung. Auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) lehnt eine flächige Räumung ab.

„Wir werden nicht den gesamten Nationalpark von Totholz befreien können“, sagte Schulze. Aber dort, wo es nötig sei, müsse man handeln. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hatte bei einem Besuch der Einsatzstelle am Dienstag gesagt, es sollten nun besonders gefährdete Bereiche für Präventionsmaßnahmen in den Blick genommen werden - und zwar zusammen mit der Nationalparkverwaltung.

Von RND/dpa

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