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Nintendo-Spiel im Test

Ist „Mario Strikers: Battle League“ die „Fifa“-Alternative für die Switch?

Mario rennt über das Spielfeld. „Mario Strikers: Battle League“ ist seit Juni erhältlich.

Gerade sprintet Mario mit dem Ball aufs Tor zu, als Gegenspieler Bowser ihn mit einem Hieb in die elektrisch geladene Bande klatscht. Während Mario noch brutzelt, nimmt Bowser den Ball in die Pranke, zündet ihn mit seinem Feueratem an und schleudert das Geschoss aufs Tor. Der Superspezialschuss schlägt ein: Es gibt gleich zwei Punkte.

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„Mario Strikers: Battle League“ ist ein Videospiel zum Thema Fußball. Das Thema wird äußerst locker interpretiert. Grundsätzlich wird der Ball zwar hin und her gepasst, die Teammitglieder laufen über den Rasen, und irgendwann schießt hoffentlich jemand aufs Tor. Aber Handspiel, Foulspiel, Abseits, Aus – alles, was die Partie irgendwie bremsen könnte, ist abgeschafft.

Der Ball wird auf dem Spielfeld von einem Blitz getroffen.

Der Ball wird auf dem Spielfeld von einem Blitz getroffen.

Für eine Handvoll „Mario Kart“

Spiele werden in kleinen Arenen ausgetragen; jeweils vier Feldspieler oder -spielerinnen stehen sich gegenüber. Aufgestellt werden die klassischen Nintendo-Maskottchen in freier Auswahl: Mario, Luigi, Bowser, Peach und Co. Jede Spielerin und jeder Spieler hat unterschiedliche Eigenschaftswerte. Mit freigeschalteten Ausrüstungsstücken können die Werte verändert, aber nicht einfach angehoben werden. Während der Spiele landen regelmäßig Items auf dem Spielfeld, damit Teams sie einsammeln und einsetzen. Diese Extras sind bekannt aus „Mario Kart“: Wer etwa eine Bananenschale auf den Rasen schmeißt, lässt andere ausrutschen, ein roter Schildkrötenpanzer legt den nächstbesten Gegenspieler um.

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Der Vergleich zu „Mario Kart“ ist allerdings schmeichelhaft. Das aktuelle „Mario Kart 8 Deluxe“ für Nintendo Switch ist eine riesige Spaßbombe voller Kurse, Spielmodi, Charaktere und Ausrüstungsstücke. „Mario Strikers: Battle League“ ist im Vergleich dünn ausgestattet. Die Zahl der Charaktere, der Items im Spiel, der Ausrüstungsgegenstände, der Stadien und der Spielmodi – sie alle könnten höher sein.

Spielerinnen und Spieler können zwischen verschiedenen bekannten Charakteren auswählen.

Spielerinnen und Spieler können zwischen verschiedenen bekannten Charakteren auswählen.

Fußball bleibt Teamsport

Der Kern des Spiels war zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht klar zu bewerten: Die „Battle League“ muss erst einmal richtig starten. Das neue „Mario Strikers“ lebt vor allem von seinen Multiplayer-Optionen. Hier wirkt das Spiel robust ausgestattet. Theoretisch können sogar bis zu acht Spielerinnen und Spieler an einer Konsole gegeneinander antreten, so dass alle Feldspieler festbesetzt sind. Aber schon mit zwei Menschen vor dem Fernseher verdoppelt sich der Unterhaltungswert des Titels locker.

Eine Grundvoraussetzung: Alle Spielerinnen und Spieler sollten wenigstens das Tutorial absolviert haben, denn sonst wird es unfair. Der Controller ist nicht ganz so vollgepackt, wie bei den deutlich ernster gemeinten „Fifa“-Spielen – aber fast. Hohes Passen, Grätschen, Sprinten – für alles gibt es Knöpfe. Sauberes Stellungsspiel ist hier ein schöner Bonus, aber wer punkten will, der muss das Hin und Her von Grätschen, ausweichen, timing-gerechter Ballannahme und platziertem Schuss geübt haben.

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Ganz schön stürmisch: Ein Wirbelsturm zieht über das Spielfeld.

Ganz schön stürmisch: Ein Wirbelsturm zieht über das Spielfeld.

Rennspiele wie „Mario Kart“ sind auch bei Vorschulkindern beliebt. Bei diesem Titel könnten sie nicht nur wegen der Altersfreigabe ab sechs an Grenzen stoßen. Denn wer bei „Mario Strikers“ ein einfacheres „Fifa“ erwartet, der irrt. Schon auf der einfachen Schwierigkeit werden Anfängerinnen und Anfänger gefordert. Das Gewusel aus Blitzen, Items und Effekten ist zudem nicht leicht zu lesen. Kinder und ihre Eltern brauchen eine gewisse Frusttoleranz, um sich hier einzulernen. Sonst landet Mario Strikers auf der Ersatzbank, bevor es seine Stärken ausspielen kann.

Der Ball brennt

Wer allerdings dabei bleibt, der erlebt einen explosiven Arcade-Spaß. Die kurzen Partien können sich schnell drehen und wenden, Teams prügeln sich um den Ball, immer auf der Suche nach einem Zeitfenster für einen gut aufgeladenen, platzierten Schuss.

Wer eine kostenpflichtige Onlinemitgliedschaft bei Nintendo hat, der kann den Titel online spielen, gemeinsam mit anderen einen Club gründen und an einer Onlineliga teilnehmen. Auch wenn Items, Charaktere und Stadions fehlen – dieser Spielmodus könnte ein großer Spaß werden und weit tragen. „Mario Strikers“ wirkt komplexer als viele andere Sportspiele mit Mario, auch wenn es mager ausgestattet ist. Wer diesen etwas anderen Rasenballsport liebt, und wer regelmäßig mit Freunden auf der Switch spielt, der wird „Mario Strikers“ nicht mehr so schnell aus der Hand legen.

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