Nachbarschaftsnetzwerk Nextdoor geht über Fusion an die Börse

Das Nachbarschafts-Netzwerk Nextdoor geht über eine Fusion an die Börse. (Symbolbild)

Das Nachbarschafts-Netzwerk Nextdoor geht über eine Fusion an die Börse. (Symbolbild)

San Francisco. Das auf Geschehen in der Nachbarschaft fokussierte Online-Netzwerk Nextdoor geht mit Einnahmen von fast 700 Millionen Dollar an die Börse. Die Plattform aus San Francisco nimmt dabei – wie aktuell viele Start-ups – statt einer klassischen Aktienplatzierung den Umweg über die Fusion mit einer bereits börsennotierten Firma. Aus dem Deal ergibt sich für Nextdoor eine Bewertung von 4,3 Milliarden Dollar (rund 3,6 Mrd Euro).

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Die sogenannte Blankoscheck-Firma (Special Purpose Acquisition Company, SPAC) stellt der Tech-Investor Khosla Ventures, wie die Beteiligten am Dienstag mitteilten. In der vergangenen Finanzierungsrunde im Herbst 2019 war Nextdoor laut Medienberichten noch mit 2,2 Milliarden Dollar bewertet worden.

Plattform für mehr Austausch in der Nachbarschaft

Bei der Plattform geht es vor allem darum, Kontakt zu Nachbarn zu halten und sich über Ereignisse rund um den Wohnort auszutauschen. In dem Bereich sind auch andere Anbieter wie etwa Nebenan.de in Deutschland aktiv.

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Zugleich versucht auch Facebook, mit einem Nachbarschafts-Bereich auf den Trend aufzuspringen. Firmenchefin Sarah Friar spielte in einem Interview der „Financial Times“ die Gefahr für die eigene Position durch das weltgrößte Online-Netzwerk herunter: „Es gibt schon einen Grund, dass wir ein Jahrzehnt gebraucht haben, um unsere heutige Größe zu erreichen.“ Das Geschäft sei so speziell, dass es eine Art Burggraben darum gebe.

Nextdoor wegen Mobbing in der Kritik

Das eingenommene Geld wolle Nextdoor für den Ausbau des Produktangebots, eine geografische Expansion und bessere Angebote für Werbekunden investieren, sagte Friar der „Financial Times“. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der täglich aktiven Kunden um 50 Prozent gewachsen, betonte sie. In den USA sei rund jeder dritte Haushalt bei Nextdoor angemeldet.

Nextdoor war zuletzt in die Kritik geraten, weil auf der Plattform Falschinformationen und Mobbing zu finden waren. Man sei „nicht perfekt“ im Umgang mit solchen Inhalten, packe das Problem aber an, sagte Friar.

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RND/dpa

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