Corona-Welle im Herbst: Lauterbach warnt vor Rückkehr der „gefährlicheren Delta-Variante“
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine Rückkehr der gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus für möglich.
© Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine Rückkehr der gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus für möglich. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Samstag) mit Verweis auf eine israelische Studie, wonach im Abwasser auch die Delta-Variante nachgewiesen wurde. Auf beide Szenarien müsse man sich einstellen, sagte der SPD-Politiker. „Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer.“
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Dennoch bleibt die zukünftige Entwicklung der beiden Varianten weitgehend ungewiss, wie auch die israelische Studie selbst schlussfolgert. Es gibt verschiedene Szenarien, die laut Expertinnen und Experten eintreten könnten. Dass sich die Delta-Variante noch einmal verstärkt verbreitet, ist eine davon. Es könnte aber auch eine völlig neue Variante mit neuen Merkmalen auftauchen. Denn das Virus wird in jedem Fall weiter mutieren, darin sind sich Fachleute einig. In welche Richtung, weiß bislang aber niemand.
Derzeit dominiert in Deutschland die Omikron-Subvariante BA.2 mit gut 97 Prozent. Die Delta-Variante, die oft mit schwerwiegenderen Folgen einhergeht, wird laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) aktuell nur selten nachgewiesen.
Vorbereitungen für neue Corona-Welle
Lauterbach rief die Menschen auf, weiter vorsichtig zu sein. „Auch im Sommer sollten wir achtsam bleiben“, mahnte der Minister. Dazu gehöre das Tragen von Masken im ÖPNV und im Flugzeug. „Wer jetzt den Menschen vorgaukelt, Corona sei Geschichte, wird das im Herbst bitter bereuen“, warnte Lauterbach.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund appellierte an Bund und Länder, Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle zu treffen. Die Impfmöglichkeiten müssten aufrechterhalten werden, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zwar sei es nicht sinnvoll, in großem Umfangweitgehend leerstehende Impfzentren zu betreiben. Notwendig sei aber eine Planung, wann man unter welchen Umständen erneut zusätzliche Impfmöglichkeiten schaffen müsse. Landsberg verwies auf einen im Herbst erwarteten Impfstoff, der an die Omikron-Variante angepasst ist.
RND/dpa/mr