Bei den BAFTA-Awards: Rebel Wilson zeigt Wladimir Putin den Mittelfinger

Rebel Wilson hatte eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten.

Seit mehr als zwei Wochen herrscht Krieg in Europa. Die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine lassen auch die britische Filmbranche nicht kalt: Zahlreiche Stars nutzten daher die Verleihung der British Academy Film Awards (kurz: BAFTAs) am Sonntag für politische Statements.

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„Doctor Strange“-Darsteller Benedict Cumberbatch etwa trug eine Anstecknadel mit der ukrainischen Flagge an seinem Sakko. Beim Interview am roten Teppich versicherte der 45-Jährige zudem seine volle Unterstützung für die zahlreichen Hilfsaktionen für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer: „Ich glaube, heute wurde bereits bekannt, dass sich eine Rekordzahl von Menschen freiwillig gemeldet hat, um Menschen in ihren Häusern aufzunehmen, und ich werde mich selbst daran beteiligen“, erklärte der Schauspieler. Selbstverständlich werde er auch Geld an Wohltätigkeitsorganisationen spenden, die den Menschen vor Ort, an der polnischen Grenze oder in der Ukraine helfen: „Es gibt außergewöhnliche Männer und Frauen vor Ort, und dies ist eine Anerkennung für sie und für die Menschen, denen sie helfen.“

Kritik an Putin und der britischen Innenministerin

Die Schauspielerin Rebel Wilson, die den Abend moderierte, wiederum machte ihrem Ärger gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Luft: Im Zuge der Anmoderation einer Performance in Gebärdensprache, die vom Film „Coda“ inspiriert war, erklärte sie: „In diesem Auftritt gibt es zwei unterschiedliche Dolmetscher, der eine gebärdet in der amerikanischen Gebärdensprache ALS, der andere gebärdet in der britischen Gebärdensprache BLS.“ - „Glücklicherweise ist dies in jeder Gebärdensprache die Geste für Putin“, fuhr sie fort und streckte ihren Mittelfinger in die Kamera.

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Weniger obszön, doch ebenso deutlich positionierte sich Schauspieler Andy Serkis. Der 57-Jährige machte sich über die britische Innenministerin Priti Patel lustig. „Ein Weltklasse-Regisseur ist ein Visionär, der die Welt mit einer Geschichte verändern kann, die er unbedingt erzählen will“, erklärte er: „Eine riesige Familie von äußerst talentierten Fremden auf einer schwierigen und chaotischen Reise zusammenzubringen und zu leiten und dabei hoffentlich eine Atmosphäre zu schaffen, die zur Inklusion anregt und jedes einzelne Mitglied dieser Familie gleichermaßen schätzt.“

Er fuhr fort: „Es ist also keine Überraschung, dass Priti Patel bei ihrem Debütfilm ‚Hostile Environment‘ auf enorme Probleme stieß und dass ihr Nachfolgefilm ‚All refugees are welcome but some are more welcome than others‘ (zu Deutsch: Alle Flüchtlinge sind willkommen, aber manche sind mehr willkommen als andere) ein absoluter Albtraum ist.“ Eine Woche zuvor hatte das Büro Patels bekannt gegeben, bei insgesamt 17.700 Anträgen auf Familienzusammenführung für ukrainische Flüchtlinge nur 300 Visa ausgestellt zu haben.

„Dune“ erhält fünf Preise

Nachdem die Corona-Pandemie in Großbritannien für beendet erklärt wurde. fand die Verleihung der BAFTAs wieder in gewohntem Rahmen statt. Die Königsdisziplinen „Bester Film“ und „Beste Regie“ gingen an das Westerndrama „The Power of the Dog“ von Jane Campion. Das Science-Fiction-Abenteuer „Dune“ erhielt fünf Trophäen und wurde somit Sieger des Abends. Bester Schauspieler wurde Will Smith („King Richard“), beste Schauspielerin Joanna Scanlan („After Love“). Als beste Nebendarstellerin beziehungsweise bester Nebendarsteller wurden Ariana DeBose („West Side Story“) und Troy Kotsur („Coda“) ausgezeichnet. Kenneth Branagh konnte sich über eine Trophäe für „Belfast“ als „Herausragender britischer Film“ freuen.

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Die BAFTAs zählen nach den Oscars und den Golden Globes zu den begehrtesten Preisen der Filmbranche.

RND/Teleschau

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