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Umstrittenes Kunstwerk

Der documenta-Obelisk kommt zurück

Das umstrittene documenta-Kunstwerk Obelisk des nigerianisch-amerikanischen Künstlers Olu Oguibe wird an der Treppenstraße in der Innenstadt wieder aufgebaut.

Das umstrittene documenta-Kunstwerk Obelisk des nigerianisch-amerikanischen Künstlers Olu Oguibe wird an der Treppenstraße in der Innenstadt wieder aufgebaut.

Kassel.Ein halbes Jahr nach seinem Abbau kehrt eines der bekanntesten Kunstwerke der vergangenen documenta in Kassels Innenstadt zurück. Arbeiter begannen am Donnerstag mit dem Aufbau des Obelisken. Damit endete ein langes Hin-und-Her um das Kunstwerk. Trotz des ursprünglich strittigen Standorts zeigten sich alle Beteiligten zufrieden. „Ich freue mich, dass es uns mit dem Standort Treppenstraße gelungen ist, den Obelisk mit seiner, gerade in dieser Zeit wichtigen Botschaft in unserer documenta-Stadt zu halten“, sagte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD).

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Der Obelisk des nigerianisch-amerikanischen Künstlers Olu Oguibe war vor zwei Jahren Teil der documenta 14 in Kassel, der bedeutendsten Schau für zeitgenössische Kunst. Die 16 Meter hohe Säule widmet sich dem Thema Flucht und trägt in vier Sprachen die Inschrift „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“. Die Stadt wollte es nach der Schau mit 126 000 Euro Spenden ankaufen.

Doch der Obelisk löste eine Debatte über den Wert von Kunst aus und einen Streit um seinen künftigen Standort. Nach monatelangen Verhandlungen ließ Kassel das Kunstwerk im Oktober in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abbauen. Dann gab es überraschend eine Einigung mit dem Künstler.

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„Ich bin froh, dass der Obelisk wieder aufgestellt wird“, sagte Oguibe, der am Donnerstag nicht vor Ort war. Er hatte sich für einen Verbleib des Kunstwerks auf dem Königsplatz, einem der zentralsten Plätze der Innenstadt, eingesetzt. Die Stadt lehnte das ab.

Nun steht die Säule auf der Treppenstraße, ein paar hundert Meter entfernt. „Der Kampf, den Obelisk an seinem ursprünglichen Ort zu halten, war wichtig und ehrenwert, aber ebenso wichtig war mein Engagement, ihn in Kassel zu behalten“, erklärte Oguibe. Auch die neue Generaldirektorin der documenta, Sabine Schormann, freute sich, dass das Kunstwerk zurückkehrt: „Mir bedeutet es sehr viel, dass dieses wichtige documenta 14-Kunstwerk nun dauerhaft zurück in Kassels Mitte ist.“

Von dpa

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