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Kunstverein Göttingen

Kunstvermittlung zeigt Jahresausstellung in Göttingen

Die bunten, gestopften Strumpfhosen erinnern die Kinder der Heinrich-Grupe-Schule an bunte Elefantenbeine.

Die bunten, gestopften Strumpfhosen erinnern die Kinder der Heinrich-Grupe-Schule an bunte Elefantenbeine.

Göttingen. Die Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen hat am Donnerstag, 29. November, ihre Jahresausstellung „Kreative Vielfalt“ eröffnet. Im Gewölbekeller des Künstlerhauses sind bis Mitte Dezember Werke aus dem Programm des Jahres 2018 zu sehen.

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Die Kinder basteln aus Elektroschrott Roboter: Dieser „Einhornroboter“ ist bei der Jahresausstellung zu sehen.

Die Kinder basteln aus Elektroschrott Roboter: Dieser „Einhornroboter“ ist bei der Jahresausstellung zu sehen.

Zehn Aktionen, Workshops und Projekte mit Kindern und Jugendlichen hat die Kunstvermittlung in diesem Jahr betreut. So gab die kanadische Künstlerin Amy Ball zu ihrer Ausstellung "powers" einen Workshop für die Schüler des Hainberg-Gymnasiums. Die Kinder des Paritätischen Kindergartens in Grone befassten sich mit Balls Werken und erstellten animierte Filme dazu. In einem anderen Workshop entwarfen die Kindergartenkinder mit ihren Müttern zur Ausstellung "Drift and Shift" von Dunja Herzog Schmuck aus Elektroschrott und bastelten Roboter.

Im Workshop "Kreisläufe" zeichneten Zweitklässler der Heinrich-Grupe-Schule auf einer langen Papierbahn den Kreislauf der Natur und bildeten einen großen Farbkreis aus bunten, gestopften Strumpfhosen. "Die Kinder sahen in den Strumpfhosen, als sie nach dem Färben zum Trocknen aufgehängt waren, bunte Elefantenbeine", sagt Carola Gottschalk. Sie betreut die Kunstvermittlung seit fünf Jahren. "So sind viele Geschichten mit bunten Elefanten entstanden." Die können bei der Ausstellung nun erneut gelesen werden.

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"Besonders im Kopf geblieben sind mir auch die größeren Projekte", sagt Gottschalk. An der BBS I Arnoldi-Schule haben 44 Schüler tragbare, recyclebare Verpackungen für imaginäre Kunstwerke erdacht. "Kunst muss ja verpackt werden, um sie zu Ausstellungen zu transportieren", sagt Gottschalk. "Eine Gruppe hat ein Kunstwerk gebaut, um es dann zu verpacken." Das Projekt wurde unter anderem von einer Integrationsklasse durchgeführt. Durch das Kunst schaffen, entstünde ein Austausch, so Gottschalk. "Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Jugendliche neu auftauen."

Mit den Figuren entstehen Stop-Motion-Filme, die in der Jahresausstellung zu sehen sind.

Mit den Figuren entstehen Stop-Motion-Filme, die in der Jahresausstellung zu sehen sind.

Für Gottschalk ist die Jahresausstellung ein Abschied. Sie zieht sich aus der Kunstvermittlung zurück. Die Projekte im kommenden Jahr betreut ihr Nachfolger Max Holicki. Der studierte Kunstvermittler wechselt von der Schirn Kunsthalle in Frankfurt nach Göttingen. „Die Projekte sind sehr integrativ und immer an Ausstellungen gebunden“, sagt er. „Ich hoffe, dass das weiterhin funktioniert und wir in Zukunft noch digitaler werden.“

Die Jahresausstellung ist noch bis Sonntag, 16. Dezember, dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr im Gewölbekeller des Kunstvereins Göttingen, Gotmarstraße 1 in Göttingen, zu sehen.

Von Norma Jean Böger

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