Kolumne „Auf der Couch“

Männlicher versus weiblicher Narzissmus: An diesen Verhaltensweisen zeigen sich die Unterschiede

Männlicher und weiblicher Narzissmus unterscheiden sich.

Männlicher und weiblicher Narzissmus unterscheiden sich.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es geschlechts­spezifische Unter­schiede im narzisstischen Verhalten gibt und sich dadurch das Problem, das diese Störung mit sich bringt, sogar noch verschärft. Denn: Das narzisstische Verhalten ist oft sehr stark mit der jeweiligen Polarität verbunden, und genau das macht es noch anziehender und attraktiver für das andere Geschlecht.

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In der Vergangenheit und teilweise auch noch heute werden männlicher und weiblicher Narzissmus oft mit unterschiedlichen Diagnosen assoziiert. Männer bekamen die Diagnose Narzissmus, Frauen Histrionie oder Borderline. In der neuen ICD 11 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme) wird mit diesen Diagnosen jetzt endlich aufgeräumt, und viele Begriffe fallen weg oder werden genauer beschrieben.

Charmant sein als Masche

Lassen wir nun also mal die anderen Diagnosen außen vor und sehen wir uns die narzisstischen Verhaltensweisen genauer an. Vor allem die gender­basierten Unterschiede sind interessant. Männer mit narzisstischen Verhaltensweisen sind oft geradeaus, super­selbstbewusst, konfrontations­fähig, charmant und „Macher-Typen“.

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Diese Verhaltensweisen werden nur allzu oft mit männlich polaren Eigen­schaften assoziiert und üben eine gewisse Faszination aus. Zumindest für eine gewisse Zeit. Früher oder später kommt bei Narzissten heraus, dass es da noch eine sehr kalte und dunkle Seite gibt. Es wird schnell deutlich, dass die guten Eigenschaften eine Art „Masche“ sind, um viel Bestätigung oder auch Datingerfolge einzuheimsen.

Zwischen Instabilität und Aggression

Bei Narzisstinnen zeigen sich andere Verhaltensweisen. Da gibt es vor allem die Fraktion, die „gerettet“ werden will. Was paradox ist, da meist Situationen und Dramen geschaffen werden, in denen keine Rettung möglich ist. Es zeigen sich zudem auch hier Aspekte, die landläufig als typisch weiblich wahrgenommen werden: starke Emotionalität, Empathie und Fürsorge – also durchaus positive Eigenschaften. Bis hier ebenfalls die Maske fällt.

Wenn der narzisstische Mann dekompensiert, sprich ihm die Bestätigung entzogen wird und das Spiel nicht mehr funktioniert, dann wirkt er eher instabil (das wirkt dann manchmal wie „Borderline“). Wohingegen eine narzisstische Frau, die dekompensiert wird, sich eher in eine psycho­pathologische Richtung entwickelt. Falsch­anschuldigungen werden ausgesprochen, das Gegenüber fertiggemacht.

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Vielleicht wird durch die Erklärung etwas deutlicher, dass es bei bestimmten Diagnosen/Verhaltensweisen auch genderspezifische Unterschiede gibt. Diese starke Polarität beider Geschlechter mit narzisstischen Zügen strahlt eine gewisse Anziehung aus. Das soll aber natürlich nicht bedeuten, dass alle Menschen, die sich polar verhalten, narzisstisch sind.

Der Autor und seine Kurse sind zu erreichen unter www.liebeschip.de. Sein drittes Buch „Die neue Dimension der Liebe“ ist gerade erschienen.

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