Nachspeise für die Kleinen

„Worms in Dirt“: Dieser Pudding ist der Star auf dem Kinder­geburtstag

Dreckiges Dessert: „Worms in Dirt“.

Dreckiges Dessert: „Worms in Dirt“.

Motiv­torten und Muffin­burgen – das sind heute die Heraus­forderungen für Mütter und Väter, wenn es um die Ausrichtung von Kinder­geburtstagen oder den kulinarischen Beitrag zum Sommer­fest in der Kita geht. Dabei steht oftmals mehr der Wett­bewerb mit anderen Eltern um das ausgefallenste, liebe­vollste und gleich­zeitig leckerste Back­kunstwerk im Vordergrund als der Anspruch, nachhaltigen Eindruck bei der jungen Gästeschar zu hinterlassen.

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Es ist bei der Party­verköstigung für Minis manchmal ähnlich wie mit Kinderbuch­autoren und Kinderbuch­autorinnen, die eher für die Vorlesenden schreiben, anstatt ein Gespür dafür zu entwickeln, was wirklich gut beim Nachwuchs ankommt. Oft ist es das Unperfekte, das nicht schrill, aber doch fantasievoll ist, etwas, in dem man genüsslich schwelgen kann, ohne dass einem ein pädagogischer Zeige­finger den Spaß verdirbt. Es ist Quatsch mit Soße, mit einer Prise Spannung und mit süßem Nachgeschmack. So was wie „Worms in Dirt“ – einer Variation des amerikanischen Mud Pie oder auch Dirt Cake.

Essbarer Schlamm­kuchen

US-amerikanische Familien­filme und -serien haben unser Bild von bonbon­farbenen Partys mit akkuraten Fondant- und Sahne­torten sowie kunstvoll angerichteten Pudding- und Eiscreme­träumen geprägt. Doch seit den Siebziger­jahren gibt es in Amerika einen Hype um sogenannte dreckige Desserts, die eben nicht auf reinweiße Creme­kreationen setzten. Sondern auf Nachtisch, der ein bisschen an die Modder­pampe erinnert, die kleine Kinder gern aus Wasser, Sand und allem, was so kreucht und fleucht, in Eimerchen auf dem Spiel­platz oder im Garten zusammen­rühren.

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Die ersten Schlamm­kuchen entstanden Zeitungs­berichten über Back­wettbewerbe zufolge wohl Mitte der Sechziger­jahre in Kalifornien. Namentlich durchgesetzt hat sich jedoch der Begriff Mississippi Mud Pie. Erfunden wurden die Schlamm­kuchen offenbar von Haus­frauen (wahrscheinlich Müttern, die es satt hatten, mit Fondant­schichten zu kämpfen). Die Kuchen verbreiteten sich vor allem in den Siebziger­jahren über Restaurant­ketten. Die Rezepte variierten. Doch die Grund­zutaten waren stets Schoko­kekse, Eis oder Pudding sowie Sahne und Sirup. Die Wurzeln dafür liegen Foodexperten und ‑expertinnen zufolge wohl im englischen Trifle, einer aus Obst oder Marmelade, Sahne und Kuchen geschichteten Nachspeise, die es bereits im 16. Jahr­hundert gab.

Rezept für einen „Worms in Dirt“

Mittlerweile gibt es unzählige Abwandlungen des Mud Pie. Hauptsache aber ist, dass die Masse nicht nur nach Matsch aussieht, sondern auch in der Konsistenz schön quatschig ist. Um den Schmutz-, aber auch den Spaßcharakter an dieser dunklen Köstlichkeit noch zu erhöhen, gibt es an Eisbuden und auf Dessert­karten in den USA und Kanada für Kinder oft die Version „Worms in Dirt“, die durchaus auch was für erwachsene Gaumen ist.

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Für vier Portionen etwa 150 Gramm Schoko­kekse in einen Plastik­beutel packen und darin mit einem Nudel­holz zerbröseln, einen Beutel Pudding­pulver mit Schokoladen­geschmack in einem halben Liter Milch nach Packungs­anleitung kochen und abkühlen lassen. Dessert­gläser abwechselnd mit Keks­krümeln und Pudding befüllen, sodass die letzte Schicht aus dunklen Keks­krümeln besteht. Auf jeder Schicht einen essbaren Gummi­wurm platzieren. Alternativ kann man statt Pudding auch Eiscreme verwenden. Als Topping bietet sich Schokoladen­sirup an. Fertig ist der Matsch mit Soße.

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