Wasserscheune Erbsen

Ausstellung „Farbenfroh“ eröffnet

Spiel der Farben: Bilder von Ute Seiter-Stedeler.

Spiel der Farben: Bilder von Ute Seiter-Stedeler.

Erbsen. Kräftig blau-grüne Malerei, leuchtendes Orangerot in Sonnenuntergängen am Alpenrand, schillernde rot-blaue Flächen: auf drei Etagen begegnet der Besucher in der Wasserscheune in der Tat starken Farben. Gleich im Eingangsbereich steht eine Lichtinstallation mit Stoffstreifen von gelb über rot bis grün und braun, hinter einem schwarzen Gitter von Ute Seiter-Stedeler.

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Viel zu entdecken gibt es in der Ausstellung der beiden Künstlerinnen. Beide leben in Göttingen und haben ihre Ateliers im Atelierhaus Göttingen, dessen Räume von zahlreichen Künstlern und Kunsthandwerkern genutzt werden.

Christine Herbold-Ohmes verarbeitet in ihren Bildern gern Fundstücke. „Meine Motive begegnen mir am Wegesrand“, sagt sie. Vor allem Blätter, aber auch Schilfhalme, Wurzeln und Gräser bringt sie von ihren Streifzügen mit. Sie verarbeitet sie oft mit Pigmenten, Acryl-, Öl- und Wasserfarben. Herbold-Ohmes hat Pädagogik mit Hauptfach Kunst studiert und arbeitet seit vielen Jahren in der Kunsttherapie, auch mit psychosomatisch erkrankten Menschen. Seit 2014 stellt sie regelmäßig aus.

Gekonnte Lichtstimmungen

Neben Landschaften und Farbflächen, vor die sie Blätter oder Grashalme anordnet, zeigt sie in Erbsen auch eine Reihe mit Malereien verschiedenster Pflanzen. Ihre gekonnten Lichtstimmungen hebt der Göttinger Künstler Manfred Pilz in seiner Einführung in die Ausstellung hervor. Herbold-Ohmes Bilder mahnten den Schatz der Natur wieder mehr zu achten, so Pilz.

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Dem abstrakten Spiel von Farben und Formen widmet sich Ute Seiter-Stedeler. Die erste Leinwand, die sie bemalt habe, sei die der geschlossenen Augenlider gewesen, erzählt die Künstlerin. Die Lichtwellen, die hier spektakuläre Farbspiele projizieren, hätten sie als Kind fasziniert, so Seiter-Stedeler. Ihre Malerei sei wie ein Spiel auf einer Leinwandbühne in einem imaginären Raum. Die in der Wasserscheune gezeigten Arbeiten, die Namen tragen wie "Blaue Stunde", "Zum Schatten hin" oder einfach "Rottöne", sind ausschließlich mit Tusche und Gouache gemalt. Sie lasse die Farben sich selber feiern, so Pilz über die Arbeiten.

Kompositorische Stimmigkeit

Auch Seiter-Stedeler arbeitet in der Gestaltungstherapie und als psychoanalytische Kunsttherapeutin. Seit 2002 stellt sie ihre Arbeiten aus. Ihr Ziel sei nicht das Schöne, Farb- und Formharmonien befinden sich in einem Spannungsverhältnis zu disharmonischen Elementen. Wenn diese gegensätzlichen Elemente dennoch zu einer kompositorischen Stimmigkeit komme erfülle sie das mit Glück, so die Malerin.

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung ist bis zum 18. August sonntags von 15 bis 18 Uhr im Studio Wasserscheune, Alte Dorfstraße 4, geöffnet. Nach telefonischer Anfrage unter 05506 / 95550 kann die Schau auch an anderen Wochentagen besichtigt werden.

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Von Christiane Böhm

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