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170 Jahre TV Jahn

Ältester Verein in Duderstadt baut auf moderne Strukturen

Die jüngsten Mitglieder im Verein nehmen am Mutter-Kind-Turnen des TV Jahn Duderstadt teil.

Die jüngsten Mitglieder im Verein nehmen am Mutter-Kind-Turnen des TV Jahn Duderstadt teil.

Duderstadt.
Der Turnverein Jahn von 1848 entstand im Jahr 1957 aus einer Fusion des MTV von 1848 sowie des ATV, später TV Jahn von 1889. Doch auch wenn man sich der Tradition verpflichtet fühle, müsse der Verein vor allem die Zukunft im Blick haben, erklärte der Vorsitzende Axel Klingebiel.

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Nachwuchs finden

Nachwuchsarbeit sei weiterhin eine der Hauptaufgaben in einem modernen Verein. Doch die Anzahl der Jugendlichen sei begrenzt und jeder Verein, nicht nur im Sportbereich, wolle diese für sich gewinnen. Darüber hinaus sei das Freizeitangebot deutlich größer geworden – auch zu Hause. „Früher musste man rausgehen, um Leute zu treffen“, sagte Klingebiel. Das sei heute nicht mehr notwendig. Deshalb müsse ein Verein kreativ sein und zeitgemäße Angebote bereithalten.

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Qualifizierte Übungsleiter

Qualität sei eines der wichtigsten Argumente, um den Verein zu stärken, erzählte Klingebiel. Dazu werden qualifizierte Übungsleiter benötigt. „Die Konkurrenz ist aber größer geworden“, so der Vorsitzende. Bislang habe der Verein aber immer wieder gute Übungsleiter gefunden. So habe der TV Jahn auch immer wieder erfolgreiche Sportler und Mannschaften hervorgebracht.

Aufstieg in die zweite Liga

Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte verzeichneten die Handballer 1995 mit ihrem Aufstieg in die zweite Liga. Entging die Mannschaft 1984 in der Bezirksklasse noch knapp dem Abstieg, so kletterte sie in nur elf Jahren in die zweithöchste Liga Deutschlands, wo sie sich sechs Jahre hielt.

Historische Bilder des TV Jahn Duderstadt: Festumzug durch die Stadt

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Eigenes Flair

Auch die Volleyballer seien erfolgreichen gewesen, wenn auch auf unterer Ebene, wie Klingebiel erzählte. Der Erfolg sei den Lehrern vom Gymnasium geschuldet gewesen. „Es gab drei Herrenmannschaften, bevor der Handballboom einsetzte“, so der Vorsitzende. Die Volleyballer spielten in der Ursulinenhalle. „Die hatte ein ganz eigenes Flair.“

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Erfolgreiche Leichtathleten

Die Leichtathletik zählt auch zu den erfolgreichen Sparten des TV Jahn. "Elisabeth Gebauer hat mehrere Titel als Senioren-Weltmeisterin", berichtete Klingebiel. Anders beim Nachwuchs. Einige würden den Verein verlassen, weil sich ihnen an anderer Stelle bessere Möglichkeiten bieten. Das sehe man als Vorsitzender natürlich immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Verschiedene Nachwuchsathleten hatten beim TV Jahn Duderstadt ihre ersten Erfolge gefeiert, sagte der Vorsitzende und nennt einige Beispiele. Torben Ziesing sei dann zu Hannover 96 ins Internat gegangen.

Erfolgreich sei der Zusammenschluss in der LG Eichsfeld. Die Leichtathletinnen Amelie und Emilia Waida sowie Jana Beyer seien auch schon bei Deutschen Meisterschaften angetreten.

Historische Fahne des TV Jahn Duderstadt

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Ehrenamtliche Stützen

Wichtig für jeden Verein seien die ehrenamtlichen Stützen, sagte Klingebiel. Beim TV Jahn gebe es viele Namen zu nennen. Ein Eigengewächs, das früh Vorstandsaufgaben übernommen habe, sei seine Stellvertreterin Viviane Leinemann. Ebenfalls in hohem Maße engagiert sei Vorstandsmitglied Marcus Rode, der sich um die Finanzen im Verein und beim Handball kümmert. Die vierte im Vorstand ist Stephanie Scholz, „immer am Puls der Zeit“. Stellvertretend für die zahlreichen Ehrenamtlichen nennt Klingebiel noch Olaf Waida, Christian Hupe und Tanja Kanngießer.

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Zahlreiche engagierte Mitglieder

Auch in der Vergangenheit habe es zahlreiche engagierte Mitglieder gegeben, so Klingebiel. „Otto Kalkbrenner war zum Beispiel 26 Jahre im Vorstand tätig.“ Er sei bis ins hohe Alter aktiv gewesen und habe auch sportlich fast alles gemacht. „Er war Staffelläufer, Turner und Handballer.“ Aber auch Marlis Windel, Seppel Glanz, Ernst Müller, Horst Geppert-Kühle, Edith und Otto Schneemann, Familie Portz, Winfried Trümper, Edelgard Schöttler, Karl Kayser und Thomas Rössing-Schmalbach hätten in der Vergangenheit viel für den Verein geleistet.

Eigene Halle

Ein Vorteil für den TV Jahn sei, dass er 1998 zum 150-jährigen Bestehen die Sporthalle von der Stadt übernommen habe, sagt Klingebiel. Sei sei jeden Tag belegt und es gebe kaum freie Übungszeiten.

Von Rüdiger Franke

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