Konzert in Basilika

Ave Maria von der Renaissance bis zur Moderne

Mezzosopranistin Anna Haase von Brincken und ihre musikalischen Mitstreiter haben für Gänsehaut-Feeling in der Basilika gesorgt.

Mezzosopranistin Anna Haase von Brincken und ihre musikalischen Mitstreiter haben für Gänsehaut-Feeling in der Basilika gesorgt.

Duderstadt. Marianische Kompositionen aus fünf Jahrhunderten sind am Muttertag in der Basilika St. Cyriakus erklungen. Mit Variationen des Ave Maria von Renaissance über Barock bis zur Moderne entrückten und entzückten die Duderstädter Pastorentochter Anna Haase von Brincken und ihre musikalischen Mitstreiter die Zuhörer. Bei den Händel-Festspielen in Göttingen ist Haase von Brincken, die in Tel Aviv Operngesang studiert hat, schon ebenso aufgetreten wie bei den Opernfestspielen in München und in der Frauenkirche in Dresden, war Finalistin beim Mozart-Wettbewerb in Salzburg und hat vor drei Jahren schon einmal im Rathaussaal in Duderstadt gesungen – beim Gedenkkonzert für ihren 2015 gestorbenen Vater Enno Haase.

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Gänsehaut am Muttertag

Die Mezzosopranistin, die im evangelischen Pfarrhaus an der St.-Servatis-Kirche großgeworden ist und in Eibelstadt wohnt, wurde begleitet von Ehemann Jochen Müller-Brincken an der Oboe, Rosemarie Seitz an der Harfe, Marie-Therese Daubner am Violincello und Organist Paul Heggemann. Bei dem ebenso bewegenden wie bewegten Konzert mit Standortwechseln zwischen Empore und Altarraum saß Mutter Lisbeth Haase in der ersten Reihe. „So etwas Tolles habe ich hier noch nicht gehört. Mir standen die ganze Zeit die Haare zu Berge“, merkte eine Besucherin an.

Wechsel zwischen Empore und Altarraum

Es gibt wohl kaum ein Stück, das so oft variiert und interpretiert worden ist wie das Ave Maria. Selbst Karl May hat es vertont. Der spielte allerdings beim Auftritt in St. Cyriakus keine Rolle, als einziger deutscher Komponist kam nur Schubert zu Gehör. Aus der Stille heraus und von der Empore herab begann Haase von Brincken mit dem Gebet der Desdemona aus Verdis Othello, bevor es im Altarraum mit italienischen Komponisten weiterging: Giulio Caccini, Luigi Cherubini und Francesco Durante. Puccinis Salve Regina gehörte ebenso zum Programm wie Ave-Maria-Varianten von Saint Saens, Gordigiani, Mascagni und Piazolla. Zum Abschluss wurde es dann spanisch mit William Gomez, der 2000 gestorben und nur durch sein Ave Maria bekannt geworden ist.

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Von Kuno Mahnkopf

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