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Grundschulentwicklung

Bildungsausschuss in Duderstadt will an Grundschulstandorten festhalten

Derzeit gibt es in Duderstadt acht Grundschulen an sieben Standorten.

Derzeit gibt es in Duderstadt acht Grundschulen an sieben Standorten.

Duderstadt.Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Duderstädter Rates hat eine Reduzierung der Grundschulstandorte in der Stadt abgelehnt. Nach ihrer Sitzung am Dienstag wollen die Ausschussmitglieder an der bisherigen Schulentwicklungsplanung vorerst festhalten.

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„Wir wissen, welche Bedeutung eine Schule für einen Ort hat“, sagte Lothar Dinges (Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger). Acht Grundschulen gibt es derzeit in Duderstadt und den Ortsteilen. Von ihnen sind bei einer Prüfung im Jahr 2014 fünf in den Fokus des Landesrechnungshofes geraten: die Grundschulen in Mingerode, Hilkerode, Langenhagen, Gerblingerode und Tiftlingerode.

Bessere Tendenz als prognostiziert

Der Landesrechnungshof hatte für das Schuljahr 2018/2019 prognostiziert, dass die Zahl der Schüler um rund 34 Prozent, also 335 Schüler, sinken werde. Tatsächlich sank die Schülerzahl um 310 auf 665 Schüler, also um 31 Prozent. Eine leicht verbesserte Tendenz, wie es in der Beschlussvorlage des Ausschusses heißt, die sich in der Prognose bis zum Schuljahr 2024/2025 fortsetze. Die Situation habe sich grundsätzlich gegenüber den Jahren 2014/2015 gebessert.

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„Es ist ja so, dass sich die Schülerzahlen nicht verlässlich prognostizieren lassen“, sagte Doris Glahn (SPD). Ihre Fraktion sei für den Erhalt der Schulstandorte. „Es ist nicht nur der politische Wille zu berücksichtigen, sondern auch das pädagogische Konzept und der Elternwille.“

Für Lothar Koch (CDU) zeigten die aktuellen Zahlen klar, dass an den Grundschulstandorten festgehalten werden sollte. „Wir haben keinen Anlasse, an dem, was wir vor Jahren beschlossen haben, etwas zu ändern“, sagte er. In der CDU-Fraktion war man sich einig, dass auch kleinere Schulen qualitativ gute Versorgung leisten könnten.

Land gibt keine Mindestschülerzahl vor

Bislang macht das Land Niedersachsen keine Vorgaben für eine Mindestschülerzahl einer Schule. So hat die Grundschule Langenhagen im laufenden Schuljahr 34 Schüler, die in zwei Kombi-Klassen unterrichtet werden. Sie ist damit die kleinste der acht Duderstädter Grundschulen, soll aber laut Prognose in sechs Jahren 62 Schüler haben. In Gerblingerode besuchen derzeit 76 Schüler aus vier Klassen die Grundschule. Für die kommenden sechs Jahre ist ein Verringerung der Zahl auf 59 Schüler prognostiziert.

Mehrheitlich einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, die Schulstandorte vorerst beizubehalten. Wie sie in Zukunft mit der Thematik verfahren, war umstritten. Mindestschülerzahlen sollen jedoch keine Rolle spielen. Nach Beschluss sollen künftig die aktuellen Schülerzahlen, die Auffassungen der Landesschulbehörde und des Landes, die Meinung der Eltern und der Kollegien miteinbezogen und die Schulentwicklung im Blick behalten werden.

Bereits im Schuljahr 2003/2004 hatte es Änderungen bei den Schulstandorten gegeben. Die Grundschulen in Brochthausen, Fuhrbach und Langenhagen waren gebündelt sowie die Grundschulen in Hilkerode und Breitenberg zusammengeführt worden. Über die derzeitige Weiterentwicklung der Grundschulen beraten im März der Verwaltungsausschuss und der Rat.

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Von Norma Jean Böger

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