Hilkerode und Breitenberg / Gerblingerode

Dorf-FSJlerin zieht Fazit über Arbeit im Modellprojekt

Dorf-FSJlerin Sevda Boran (r.) im Gespräch mit Günter Behrmann (2.v.r.), Waltraud Behrmann (2.v.l.) und Adelheid Argut (l.)

Dorf-FSJlerin Sevda Boran (r.) im Gespräch mit Günter Behrmann (2.v.r.), Waltraud Behrmann (2.v.l.) und Adelheid Argut (l.)

Hilkerode.
Das Projekt "Dorf-FSJler, Dorf-BFDler und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld", welches die Caritas im vergangenen Jahr als Modellprojekt für den ländlichen Raum ins Leben rief, diene der Gemeinschaft im Dorf, lautete das Fazit der Teilnehmer. "Es ist schön, dass wir uns hier treffen", sagte zum Beispiel Theresia Goldmann. Es gebe im Dorf ja keinen Anhaltspunkt mehr, wo man sich begegne. Früher habe man sich in den Geschäften getroffen und miteinander unterhalten. Jetzt könne man beim Frühstück oder den Seniorennachmittagen im Dorf sehr viel erfahren, ergänzte Waltraud Behrmann.

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Vergleich mit ehemaligen Projekt

„Ich finde das Projekt sehr gut“, sagte Günter Behrmann. „Das Angebot könnte noch besser angenommen werden.“ Die Resonanz sei aber durchaus gut, erwiderte Adelheit Argut, Seniorenobfrau der politischen Gemeinde. Sie erinnerte an eine frühere Aktion Dorf 2020, bei dem sie im Gremium Mehrgenerationstreff mitgewirkt habe. Damals sei ein gemeinsames Mittagessen organisiert worden. „Das Angebot wurde aber nicht angenommen“, bedauerte sie.

„Neue Gesichter“ dabei

„Das ist jetzt das dritte Frühstück in Hilkerode“, sagte Boran. Die Teilnehmerzahl von rund 30 sei stabil geblieben. Es seien aber einige „neue Gesichter“ dabei, die zum Beispiel nicht zu den Nachmittagen kommen. Im Dorf habe es eben bereits die Seniorennachmittage gegeben, die alle zwei Wochen angeboten werden. Das Frühstück sei alle zwei Monate geplant.

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Monatlich in Breitenberg

Die Idee eines Dorffrühstücks sei auch in ihrem zweiten FSJ-Ort Breitenberg sehr gut angekommen, so Boran weiter. Dort werde es monatlich mit mehr als 40 Teilnehmern ausgerichtet, das nächste am 29. Juni. "In Breitenberg gab es vorher weniger Angebote", sagte sie.

Ehrenamtlich weitermachen

Am 31. Juli endet das FSJ. „Ich kann mir aber gut vorstellen, hinterher ehrenamtlich noch weiterzumachen“, erklärt Boran. Sie habe zwar als Hilkeröderin die meisten Senioren im Ort schon gekannt, aber durch das Projekt eine andere Bindung zu ihnen bekommen. „Man lernt sich besser kennen und lernt voneinander“, sagt sie. „Die Senioren haben viel zu erzählen, unter anderem wie es früher im Dorf war.“

Arbeit mit Senioren macht Spaß

Nach ihrem FSJ will Sevda Boran ab Oktober Sozialpädagogik studieren. „Ich weiß noch nicht, ob es in die Richtung mit Kindern oder mit Senioren gehen soll“, sagt sie. Sie könne sich aber gut vorstellen auch beruflich mit Senioren zu arbeiten. „Denn die Arbeit mit den Senioren macht mir viel Spaß.“

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Sprechstunde am Dienstag

Bis zum Ende des freiwilligen sozialen Jahres steht Sevda Boran jeden Dienstag von 10 bis 14 Uhr in ihrem Büro im Pfarrheim in Hilkerode zur Verfügung. „Die Leute sind eingeladen vorbeizukommen, auch wenn sie zum Beispiel mal nur ein Spiel spielen wollen oder sich mal austauschen wollen.“ Doch auch sonst sei sie für die Senioren da, sagt sie. Im Nachbarort Breitenberg habe sie zum Beispiel auch schon einige Senioren bei Arztterminen begleitet.

Neues Frühstück in Gerblingerode

Die von den Dorf-FSJlern organisierten Frühstücksveranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit in den Dörfern. Nun soll auch in Gerblingerode ein solches morgendliches Treffen eingerichtet werden. Gerblingeröder Senioren sind eingeladen, im Rahmen des Dorf-FSJ-Projektes am Seniorenfrühstück am Montag, 11. Juni, teilzunehmen, teilt Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel mit. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr im Pfarrsaal in Gerblingerode. Ein Kostenbeitrag in Höhe von drei Euro ist zu entrichten. Die verbindliche Anmeldung dafür nimmt Dorf-FSJler ­Luca Raabe unter Telefon 0151 / 40 24 69 82 entgegen. Für die Vorbereitung werden ab 8 Uhr noch ehrenamtliche Helfer gesucht.

Von Rüdiger Franke

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