Aktionstag der Polizei

Großkontrolle: Mehr als 400 Verstöße in sieben Stunden

Poberkommissar Johannes Weiß und Polizewihauptkommissar Wolfgang Otto messen die Geschwindigkeit an der L 569.

Poberkommissar Johannes Weiß und Polizewihauptkommissar Wolfgang Otto messen die Geschwindigkeit an der L 569.

Duderstadt. Mehr als 400 Verstöße haben Beamte des Polizeikommissariats Duderstadt während eines Aktionstages zur Bekämpfung von Verkehrsunfallursachen festgestellt. „Der Fokus lag dabei vor allem auf den Themen Geschwindigkeit und Ablenkung“, erklärte Polizeioberkommissar Michael Lohrengel.

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Bilder vom Aktionstag:

Spitzenreiter 44 km/h zu schnell

Frühmorgens um 5.50 Uhr begannen die sieben Beamten des Polizeikommissariats mit dem Aktionstag. Unterstützung erhielten sie im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung von Mitarbeitern des Landkreises. Letztere nahmen ihre Messungen an der Ortsumgehung in Westerode im Verlauf der Bundesstraße 247 vor sowie am Breiten Anger. Die Duderstädter Polizisten hatten sich mit einem Lasermessgerät an der Landesstraße 569 aufgestellt, vor und hinter der Ortschaft Nesselröden. „Gerade auf dem sogenannten Eichsfeld-Highway zwischen Nesselröden und Wöllmarshausen werden immer wieder Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern gefahren“, sagt Lohrengel. Dabei sei gerade die L 569 eine starke Wildwechselstrecke. Die Spitzenreiter des Tages fuhren 94 Stundenkilometer innerorts am Breiten Anger und 113 außerorts in einer Tempo-70-Zone, also 44 und 43 Stundenkilometer zu schnell. Beide Fahrer können sich auf ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 200 beziehungsweise 160 Euro Bußgeld einstellen, wie der Bußgeldrechner des ADAC ermittelt.

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Verkehrskontrolle in Duderstadt

Verkehrskontrolle in Duderstadt: Dabei wird nicht nur die Geschwindigkeit überprüft, sondern auch auf ablenkende Tätigkeiten während der Fahrt, wie Handygebrauch am Steuer, geachtet, hier an der Worbiser Straße von Duderstadt.

Handy am Steuer

Darüber hinaus hatten die Beamten am kleinen Parkplatz an der Worbiser Straße, kurz vor der Einfahrt zum Schützenplatz eine stationäre Kontrolle eingerichtet. „Die Kolleginnen erhalten ihre Informationen von einem vorgelagerten zivilen Team“, erläuterte Lohrengel das Prinzip. Der Dienstschichtleiter selbst war mit einem Kollegen als so genanntes Pick-up-Team in zivil unterwegs. Sie fuhren mit einem Fahrzeug die Straßen ab und hatten vor allem auch ein Auge auf Handy-Nutzungen am Steuer. „Wir nehmen dabei aber auch Zufallsfunde wie Gurtverstöße zur Kenntnis“, sagte er. „Wir ziehen nur Leute raus, wenn wir absolut sicher sind.“ Nutzung von Mobilgeräten in der Hand koste mit Verwaltungsgebühr rund 100 Euro Bußgeld und werde darüber hinaus mit einem Punkt geahndet.

Nach Ende des Aktionstages um 13.15 Uhr zogen die Beamten Bilanz. Insgesamt hatten sie 402 Verstöße festgestellt.

402 Verstöße festgestellt

Während ihres Aktionstages zur Bekämpfung von Unfallursachen stellten die Beamten 402 Verstöße fest, hat Polizeioberkommissar Michael Lohrengel mitgeteilt. „Wir hatten 94 Verkehrsordnungswidrigkeiten im Anzeigenbereich, davon fuhren fünf im Bereich des Fahrverbots.“ In dem Anzeigenbereich zählen Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 Stundenkilometern, die mit einer Gebühr von mindestens 80 Euro geahndet werden. Darüber hinaus seien 295 Fälle im Verwarnbereich gemessen worden. Außerdem entdeckten die Beamten neun Handy- und drei Gurtverstöße. „Und ein Kind, das nicht ausreichend gesichert war“, fügt Lohrengel hinzu.

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Von Rüdiger Franke

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