Grenzlandmuseum Eichsfeld

OHG-Klasse aus Göttingen als 800000. Besucher

Einen Kuchen für die Klasse 10 b des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums, die als 800000. Besucher des Grenzlandmuseums Eichsfeld überrascht wurde.

Einen Kuchen für die Klasse 10 b des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums, die als 800000. Besucher des Grenzlandmuseums Eichsfeld überrascht wurde.

Teistungen. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b des Otto-Hahn-Gymnasiums in Göttingen am Mittwoch das Grenzlandmuseum Eichsfeld bei Teistungen besucht. Mit Informationen über die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung hatten die Gymnasiasten gerechnet. Dass sie als Gruppe aber als 800000. Besucher den Counter am Eingang passieren würden und von den offiziellen Vertretern der Gedenkstätte schon erwartet wurden, überraschte dann doch.

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„Wichtige Rolle in der Erinnerungskultur“

Horst Dornieden und Wolfgang Nolte vom Vorstand des Trägervereins Grenzlandmuseum Eichsfeld sowie Geschäftsführerin Mira Keune freuten sich über die runde Besucherzahl, und dass es sich „gleich um eine ganze Klasse“ handle. Als Gedenkstätte spiele das Grenzlandmuseum Eichsfeld eine wichtige Rolle in der Erinnerungskultur, betonte Dornieden. Nolte bezeichnete es als großes Anliegen der 1995 eröffneten Einrichtung, jungen Menschen in der Region die Themen der deutsch-deutschen Geschichte und die europäischen Themen nahezubringen.

Keune überreichte Geschichtslehrerin Christina Kakridi ein originales Stück des einstigen Grenzzauns. Dieser habe im Eichsfeld nicht nur Deutschland geteilt, sondern sei damit auch Teil des sogenannten Eisernen Vorhangs gewesen.

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Besuch als Teil des Geschichtsunterrichts

Der Besuch der Klasse 10 b im Grenzlandmuseum sei Teil des Geschichtsunterrichts erfolgt, berichtete Kakridi. Schon zuvor habe es Besuche des Otto-Hahn-Gymnasiums im Eichsfeld gegeben, etwa bei einer Wanderung von Schülern am früheren Grenzstreifen.

Für den OHG-Schüler Frederik Schittkowski sei es der erste Besuch der Gedenkstätte bei Teistungen. „Ich finde es wichtig, dass Deutschland nicht mehr geteilt ist“, sagte der in Ostdeutschland aufgewachsene Gymnasiast. Für ihn gebe es nur ein Deutschland. Nach Besichtigung der Ausstellung des Grenzlandmuseums sagte er: „Ich finde es erschreckend, welche Maßnahmen die DDR ihre Bürger eingesperrt hat.“

„Gut, dass es solche Einrichtungen gibt“

Seine Mitschülerin Marie-Sophie Jahr habe einen Ost-West-Bezug, da ihr Vater aus dem Osten, ihre Mutter aus Westdeutschland stammten. Mit ihren Eltern sei sie schon öfter an der früheren Grenze gewesen – zum Wandern, aber auch im Museum sei sie schon zweimal gewesen. „Es ist gut, dass es solche Einrichtungen gibt“, betonte die OHG-Schülerin, als Mahnung und als Erinnerung.

Seit seiner Eröffnung sei das Grenzlandmuseum Eichsfeld eine wichtige Einrichtung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der historisch-politischen Bildung, so Geschäftsführerin Keune. Die Ausstellung befinde sich in den historischen Gebäuden des ehemaligen Grenzübergangs Duderstadt-Worbis und beschäftige sich mit der Geschichte der Deutschen Teilung und des Grenzregimes der DDR. „Im Fokus stehen das Eichsfeld, das besonders unter der Teilung litt, und das Grüne Band, das als Eiserner Vorhang einst Europa teilte“, so Keune. Zum Museum gehört eine Bildungsstätte und der länderübergreifende Grenzlandweg mit original erhaltenen DDR-Grenzsperranlagen sowie ein Informationspavillon zum Europäischen Grünen Band.

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2018 besuchten 4500 Schüler das Grenzlandmuseum

Seit dem Jahr 2000 wird auch die Zahl der Besucher des Grenzlandwegs erfasst. Zusammen haben damit mehr als 1,3 Millionen Menschen die Angebote des Grenzlandmuseums Eichsfeld in den Gebäuden und im Außengelände genutzt. Im vergangenen Jahr besuchten rund 4500 Schüler das Grenzlandmuseum zu Führungen oder Workshops.

Mehr zum Grenzlandmuseum Eichsfeld:

Vorbereitungen auf 30 Jahre friedliche Revolution

Tageblatt-Themenseite zum Grenzlandmuseum

Das Veranstaltungsprogramm für 2019 gibt es auf der Internetseite der Einrichtung.

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Von Britta Eichner-Ramm

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