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BBS Duderstadt

SeminarLab für die Ausbildung in Sanitär-Gewerken

Sven Keser (links) und Tim Rakebrand freuen sich als BBS-Schüler über die neuen Möglichkeiten.

Sven Keser (links) und Tim Rakebrand freuen sich als BBS-Schüler über die neuen Möglichkeiten.

Duderstadt.Die Idee zur Modernisierung des Lehrbetriebs hatte die Schule Ende 2014. Es folgten Vorort-Gespräche mit allen Beteiligten. Als Hauptsponsor konnte die Firma Vaillant gewonnen werden. Glück für die Schule: Immer mehr Handwerksbetriebe aus dem SHK-Bereich beteiligten sich mit Geld- und Sachspenden an dem Projekt.

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Es wurden die alten Werkstätten ausgeräumt und renoviert. Die Lieferung der Technik, Gas-, Herzwert- und Kombigerät, eine Wärmepumpenanlage, eine Übungsanlage für den hydraulischen Abgleich, Öl- und Gas- Brennwertgeräte sowie ein Holz-Pellet Kessel, erfolgte über die vergangenen dreieinhalb Jahre Schritt für Schritt. Besonderheiten dieses SeminarLab seien, "dass es auch als Weiterbildungsangebot für interessierte Partner dienen und digitalisiert sein wird", erläuterte Jens Trümper, Teamleiter SHK in der BBS Duderstadt.

Bekenntnis zur Zukunft des Handwerks

Die duale Berufsausbildung würde in der Zukunft nur bestehen, wenn Zukunft in den Berufsschulen gelehrt werde, unterstrich Kreisrat Marcel Riethig in seiner Ansprache. Dass sich beim Realisieren des SeminarLab so viele Firmen beteiligt hätten, sei ein Bekenntnis zur Zukunft des Handwerks. Sein Wunsch sei, dass im Sinne der Berufswahl jeder Schüler und jede Schülerin eine Berufsschule von innen gesehen haben soll.

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Es habe sich vieles verändert mit dem Zeitalter der Digitalisierung. Sabine Freese, Schulleiterin der BBS, nannte den Wettbewerb um Fachkräfte, den demografischen Wandel und abnehmende Schülerzahlen. Dies würde zum Wandel gehören, den man gemeinsam gestalten müsse. „Anpacken und Probleme lösen, das gehört zur besten Handwerkstradition. Insofern mache ich mir da keine Sorgen“, betonte Freese.

Digitalisierung aus dem Handwerk nicht mehr wegzudenken

Derzeit erlebe man auch im Handwerk den Aufbruch zu neuen Möglichkeiten und Chancen. „Wir sind mitten drin und voll dabei.“ Das Smartphone als Kommunikationsmittel in allen Gewerken, Dachdecker und Maler benutzen Video-Drohnen oder CNC-Fräsmaschinen bei Feinmechanikern – Digitalisierung sei aus dem Handwerk nicht mehr wegzudenken.

„Die Digitalisierung verändert auch die SHK-Branche“, stellte Freese fest. Von Projektplanung über Auftragsabwicklung bis hin zu smarter Kundenbetreuung und Marketing gäbe es viele neue Produkte und Lösungen. Aber, gab sie zu bedenken, der Mensch könne niemals ersetzt werden. Im SHK-Handwerk sei Individualität gefragt und die Aufgabenstellungen sehr komplex.

Auch vor der Berufsschule mache Innovation nicht halt, so Freese. Gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben für die Erstausbildung zuständig, befände man sich auf einer Gratwanderung: Sowohl Kompetenzen vermitteln bezüglich der neuen Technologien als auch dem, was beim Kunden eingebaut ist. „Es ist für uns Verpflichtung, mit der Zeit zu gehen und den jungen Leuten das zu vermitteln, was sie draußen beim Kunden sehen“, so Freese. Bildung sei das Mantra der modernen Gesellschaft und somit selbstverständlich auch für das Handwerk.

Von Markus Hartwig

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