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Museum Friedland

Ausstellungen, Lesungen und Filmvorführungen zu Migration, Sport und Erinnerungskultur

Steffen Wiegmann, wissenschaftlicher Leiter des Museums Friedland, und Eva Völker von der Öffentlichkeitsarbeit stellen das  Programm für das erste Quartal des Jahres vor.

Steffen Wiegmann, wissenschaftlicher Leiter des Museums Friedland, und Eva Völker von der Öffentlichkeitsarbeit stellen das Programm für das erste Quartal des Jahres vor.

Friedland. Steffen Wiegmann, wissenschaftlicher Leiter des Museums Friedland, und Eva Völker von der Öffentlichkeitsarbeit haben am Donnerstag das Programm für das erste Quartal des Jahres vorgestellt. Neben zwei Projekten mit der Universität Göttingen sind Lesungen, Filmvorführungen, Sonderausstellungen und Gesprächsrunden zu Themen wie Migration, Sport, Flucht und Zeitgeschichte.

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Wie kann Integration durch Sport gelingen? Dieser und anderer Fragen geht am Donnerstag, 7. Februar, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion und Gesprächsrunde mit dem früheren Göttinger Basketballprofi Wilbert Olinde, dem Fußballspieler Sergey Evljuskin vom KSV Hessen Kassel und dem Friedländer Bürgermeister nach.

Erzählcafé „In Friedland war was los“

Unter dem Motto „In Friedland ist was los“, organisiert das Museum gemeinsam mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde am Dienstag, 17. Februar, um 17 Uhr ein Erzählcafé. Mit 40 bis 50 Gästen sei das Format im vergangenen Jahr sehr gut angekommen, berichtet Wiegmann.

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Der Traum vom „Goldenen Westen“ ist für Georg aus Kasachstan zum Greifen nah, als seine deutschstämmige Familie 1990 einen Aufnahmebescheid für die Bundesrepublik erhält. Doch die Realität in einem Auffanglager in der schwäbischen Provinz erweist sich als Härtetest. Der Film „Poka heißt Tschüss auf Russisch“ erzähle einfühlsam „von den Schwerigkeiten des Ankommens“ heißt es im Programmheft. Er wird am Mittwoch, 27. Februar, um 19 Uhr im Museum gezeigt.

Erfahrungen mit dem Tod

Als Kinder haben sie den Krieg noch miterlebt, heute gehören sie zur Generation der über 80-Jährigen: Die Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil, die als Sechsjährige aus Polen flüchtete, und der ehemalige Bürgermeister von Bremen Henning Scherf. Erst jetzt im Alter sei es Keil nach eigenen Angaben möglich, sich mit ihrem Fluchtschicksal auseinanderzusetzen, erzählt Völker. Gemeinsam mit Scherf hat Keil das Buch „Das letzte Tabu“ geschrieben. Darin geht es auch darum, wie es gelingen kann, „den Abschied aus dem Leben ein Stück weit akzeptieren zu lernen“, sagt Völker. Das Gespräch mit den Autoren am Dienstag, 12. März, beginnt um 19 Uhr.

Johann Hinrich Claussen hat die Bibel als ein „Flüchtlingsbuch von Flüchtlingen für Flüchtlinge“ neu gelesen. Über seine Erkenntnisse spricht er am Mittwoch, 27. März, um 19 Uhr in der Evangelischen Lagerkapelle des Grenzdurchgangslagers Friedland.

Zwei Kooperationen mit der Uni Göttingen

Mit „Zur Zukunft der Einwanderungsgesellschaft – Städte als Laboratorien gelebter Vielfalt“ und „Materialität und Migration“ kooperiert das Friedländer Museum bei zwei Projekten mit der Uni Göttingen. Das erste ist eine Veranstaltungsreihe, die sich der Frage widmet, welche Rolle Städte beim Thema Migration spielen und welche Lösungsansätze sich dadurch ergeben könnten, berichtet Wiegmann. Unter anderem ist eine Podiumsdiskussion mit Live-Musik und einem „Insta-Walk“ zu Orten der Migration in der Stadt Göttingen geplant.

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„Die Würde eines Menschen ist mit Dingen verbunden“ – das sei die Kernthese des zweiten Forschungsprojektes, sagt Wiegmann. Gemeinsam mit dem Ethnologischen Institut und dem Berliner Ausstellungsbüro „Die Exponauten“ untersucht das Museum, welche Bedeutung die materielle Dimension bei Flucht und Migration hat.

Von Nora Garben

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