Friedländer aus vier Ländern

Friedliches Treffen der Friedlands

Andreas Friedrichs, Bürgermeister der Gemeinde Friedland, begrüßt die Friedland-Delegationen im Göttinger Friedland.

Andreas Friedrichs, Bürgermeister der Gemeinde Friedland, begrüßt die Friedland-Delegationen im Göttinger Friedland.

Friedland. Sie kommen alle aus Friedland und doch aus verschiedenen Ländern: Beim 23. Internationalen Friedland-Treffen im Göttinger Friedland sind am Freitag Delegationen aus zehn verschiedenen Orten mit dem Namen Friedland aus Polen, Russland, Tschechien und Deutschland zusammengekommen.

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„Wir organisieren jährlich ein Friedlandtreffen“, erzählt Andreas Friedrichs, Bürgermeister der Göttinger Gemeinde Friedland. Außerdem würde jedes Jahr ein einwöchiger Jugendtreff zwischen den Gemeinden organisiert sowie mehrere Feuerwehrtreffen. Die Treffen finden immer abwechselnd in den verschiedenen Orten statt – diesmal ist das Göttinger Friedland dran.

Schröder-Köpf mit dabei

Zu Gast bei der Eröffnung des Friedlands, das das ganze Wochenende läuft, war auch Doris Schröder-Köpf, die Niedersächsische Landesbeauftragte für Integration. „Die Gemeinde Friedland hat eine politisch und historisch trächtige Bedeutung“, sagte sie und ging auf das Grenzdurchgangslager ein, das „Zeuge unterschiedlichster Migrationsbewegungen“ sei.

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Sie freue sich, so Schröder-Köpf, das zwischen diesen zehn Friedlands so eine friedliche Freundschaft bestehe. „Frieden ist in Europa ein Gut, das es zu schützen gilt“, sagte sie weiter, „ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht.“

Auch Bürgermeister Friedrichs sieht in dem Friedlandtreffen einen „kleinen Baustein für Europa“. Während zurzeit viele Kräfte auf eine Spaltung Europas setzten, lebten die verschiedenen Friedlands ihre europäische Partnerschaft. „Und daran muss ständig gearbeitet werden“, so Friedrichs.

Göttinger Friedland stellt sich vor

So stellt die Göttinger Gemeinde Friedland an diesem Wochenende ihren Gästen ihr Friedland vor. Zu Gast bei dem Festakt am Freitagabend zur Eröffnung des 23. internationale Friedlandtreffen im Landhaus Biewald war unter anderem auch der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht (CDU).

Bereits seit 1996 pflegt die Gemeinde Friedland die Partnerschaften mit Städten und Gemeinden, die einst den Namen Friedland trugen. In diesem Jahr war erstmalig auch die französische Partnerstadt Houdan mit einer Delegation vor Ort. Das erste Treffen von einst acht Städten und Gemeinden habe den Grundstein für die guten Beziehungen gelegt. „Die Friedlands der Vergangenheit hatten gemeinsam, dass sie oft vor der Vernichtung standen und der Mut und die Kraft der Bewohner die Orte immer wieder neu entstehen ließ“, heißt es in der 1996 unterzeichnete Willenserklärung der Gemeinden. Und weiter: „Die Partnerschaft soll dazu beitragen, Trennendes zu überwinden, das Verständnis für Partner weiterzuentwickeln und viele Menschen in gemeinsame Begegnungen der Friedländer einzubeziehen.“ So eine Begegnung läuft an diesem Wochenende.

Von Hannah Scheiwe

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