Probleme an der Autobahn 38

Heidkopftunnel muss monatelang gesperrt werden

Könnte in den nächsten Monaten erneut zum Problem werden: der Heidkopftunnel zwischen den A38-Anschlussstellen Friedland und Arenshausen.

Könnte in den nächsten Monaten erneut zum Problem werden: der Heidkopftunnel zwischen den A38-Anschlussstellen Friedland und Arenshausen.

Friedland / Arenshausen. Der Heidkopftunnel im Verlauf der Autobahn 38 zwischen den Anschlussstellen Friedland und Arenshausen muss früher oder später voraussichtlich für mehrere Monate voll gesperrt werden. Einen entsprechenden Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks bestätigte Udo Othmer, Leiter des Geschäftsbereichs Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, gegenüber dem Tageblatt.

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Tragschichten lösen sich auf

Das Problem seien weiterhin die Tragschichten unterhalb der vier mal fünf Meter großen und 30 Zentimeter tiefen Betonplatten. "Diese gebundenen Tragschichten lösen sich auf. Das führt zu Setzungen, und dadurch geraten die Platten ins Kippen", erklärt Othmer. Dies habe zuletzt eine kurzzeitige Sperrung des Tunnels nötig gemacht, denn einzelne Betonplatten waren in Bewegung geraten. "Wir haben dort ein Harz injiziert, also nach unten gepresst. Dadurch liegen die Platten erstmal wieder stabil", erläutert der Fachmann. Dies sei allerdings keine Dauerlösung.

Zwei Monate Sperrung – pro Fahrtrichtung

Um das Problem in den Griff zu bekommen, müssten die schweren Platten in beiden Fahrtrichtungen auf der gesamten Tunnellänge (1800 Meter) hoch genommen und die darunter liegenden Tragschichten erneuert werden – das gehe nur bei Vollsperrung. „Pro Fahrtrichtung wird das etwa zwei Monate dauern“, prognostiziert Othmer. Wann diese Arbeiten ausgeführt werden können, sei aber noch völlig unklar: „Auf der derzeit ausgewiesenen Umleitungsstrecke gibt es an der Überleitung von der Bundesstraße 80 zur Bundesstraße 27 ein Bauwerk, das die Bahnlinien überquert. Dieses muss erneuert werden und kann bis dahin nur noch für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen werden.“ Der Schwerlastverkehr kann also nicht mehr auf diesem Weg umgeleitet werden.

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Kann Verkehr durch eine Röhre fließen?

Laut Othmer muss hierfür in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Hessen und Thüringen zunächst eine Lösung erarbeitet werden; vorerst müssten die Tragschichten im Tunnel deshalb weiterhin notdürftig repariert werden. Das könne immer mal wieder zu kurzzeitigen Sperrungen führen. Unklar sei außerdem, ob der Autobahn-Verkehr während einer einseitigen Tunnel-Sperrung möglicherweise durch die jeweils andere Röhre geleitet werden könnte. „Dafür müssten wir zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben“, so Othmer. Verkehrsführung, Signalanlagen oder auch die Belüftung seien bislang lediglich auf Verkehr in jeweils eine Richtung ausgelegt.

Von Markus Riese

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