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Museum Friedland erhält Neubau für 15,8 Millionen Euro

Das Museum Friedland soll weiter wachsen.

Das Museum Friedland soll weiter wachsen.

Friedland. Das Museum Friedland soll weiter wachsen. Die bestehende Ausstellungsfläche werde durch einen Neubau erweitert und mit dem benachbarten Grenzdurchgangslager Friedland verbunden, kündigte die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Sabine Johannsen, am Freitag bei einem Besuch im Museum an. Für den Bau seien 15,8 Millionen Euro eingeplant.

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Bislang hat das 2016 eröffnete Museum, das in einer Dauerausstellung die Geschichte des Grenzdurchgangslagers dokumentiert, nur das historische Friedländer Bahnhofsgebäude zur Verfügung. Der Erweiterungsbau soll zwischen dem Bahnhof und dem Lager entstehen und bis 2024 fertiggestellt sein. Geplant ist ein modernes Besucher-, Medien- und Dokumentationszentrum mit einer Ausstellungsfläche von rund 800 Quadratmetern sowie Seminar-, Bibliotheks- und Büroräumen. Später soll als dritter Baustein eine „Akademie Friedland“ hinzukommen.

„Herausragendes Projekt“

Johannsen würdigte das Museum als „herausragendes Projekt“. Es sei eines der ersten Museen zum Thema Migration und Zuwanderung in Deutschland. Die Geschäftsstelle Museum Friedland befindet sich seit dem 1. Januar im Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Zuvor war sie im Innenministerium angesiedelt.

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Das Grenzdurchgangslager Friedland wurde im September 1945 auf Anordnung der britischen Armee als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge und Vertriebene in Deutschland eingerichtet. In den folgenden Jahrzehnten kamen neben den heimkehrenden deutschen Kriegsgefangenen auch Spätaussiedler sowie Flüchtlinge aus zahlreichen Ländern im Lager an.

2011 wurde Friedland eine der Erstaufnahme-Stellen des Landes Niedersachsen für Asylsuchende. Flüchtlinge aus sogenannten humanitären Aufnahmeprogrammen wie etwa aus Syrien werden ebenfalls in dieser Einrichtung registriert und dann auf andere Bundesländer weiter verteilt. Das Grenzdurchgangslager nimmt zudem bis heute alle in die Bundesrepublik einreisenden Spätaussiedler und jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion auf.

Von epd

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