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Grenzdurchgangslager Friedland

Philipp Ther stellt sein Buch „Die Außenseiter“ vor

Der Historiker Philipp Ther.

Der Historiker Philipp Ther.

Friedland. „Das Lager in Friedland hat eine sehr hohe symbolische Bedeutung, weil da Millionen von Menschen durchgeleitet und von dort aus weiterverteilt wurden“, sagt Ther über den Ort seiner nächsten Lesung. Das Grenzdurchgangslager stehe auch dafür, dass das alles sehr gut funktioniert habe. „Das kann insofern ein bisschen Optimismus bei den gegenwärtigen Problemen vermitteln, die zahlenmäßig doch ein Stück weit geringer sind als das, was früher bewältigt wurde“, nimmt er Friedland als Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

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Ther: „Immer wieder ziehen sich Flüchtlingsströme wie ein roter Faden durch unsere Geschichte“

Organisiert wird die Lesung, die um 19 Uhr in Raum 126 des Hauses Nummer vier beginnt, vom

Museum Friedland.

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In seinem Buch schreibt der Autor davon, dass seit der Vertreibung sephardischer Juden von der iberischen Halbinsel im Jahr 1942 Abschied, Ankunft und Neubeginn ein Teil der europäischen Geschichte ausmachten. „Immer wieder ziehen sich Flüchtlingsströme wie ein roter Faden durch unsere Geschichte“, erklärt Ther.

Cover des Buches "Die Außenseiter" von Philipp Ther

Cover des Buches "Die Außenseiter" von Philipp Ther

Nach Angaben von Steffen Wiegmann, wissenschaftlicher Leiter des Museums Friedland, ist eine Stärke von Thers Werk, dass in ihm Flüchtlinge nicht nur als Objekte, sondern auch als handelnde Subjekte vorkommen. Wiegmann wird am Tag der Lesung auch das Gespräch mit dem Autor übernehmen.

Grenzdurchgangslager Friedland als passender Ort für Thers Lesung

Ther, der 1967 in Österreich geboren wurde, studierte Soziologie und Politikwissenschaften. Seit 2010 ist er als Professor für Geschichte Ostmitteleuropas am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien tätig. Sein Werk „Die Außenseiter“, das 2017 erschienen ist, steht in Österreich auf der Liste zur Wahl des Wissenschaftsbuches des Jahres 2018.

Auch die Organisatoren halten wie Ther das Grenzdurchgangslager als Lesungsort für passend. Seit der Gründung des Lagers vor mehr als 70 Jahren seien mehr als vier Millionen Menschen über Friedland nach Deutschland gekommen. Vor der Lesung haben die Besucher um 18 Uhr die Möglichkeit, an einer kostenlosen Führung durch das Museum, Bahnhofstraße 2, teilzunehmen.

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Philipp Ther: „Die Außenseiter“, Suhrkamp-Verlag, 436 Seiten, 26 Euro. Der Eintritt zur Lesung beträgt neun Euro, ermäßigt fünf Euro. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 27. Februar, unter Telefon 0 55 04 / 80 56 203 im Museum Friedland bei Edith Kowalski möglich.

Von Vera Wölk

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