Besetzer dürfen bleiben

Räumung in Hebenshausen erst mal verschoben

Das Camp auf dem Acker bei Hebenshausen darf vorerst bestehen bleiben.

Das Camp auf dem Acker bei Hebenshausen darf vorerst bestehen bleiben.

Hebenshausen. Der besetzte Acker bei Hebenshausen wird nicht geräumt. Nachdem die hessische Landesgesellschaft, als Eigentümer der besetzten Fläche, Ende vergangener Woche mit der Räumung gedroht hatte, nahm sie nach Angaben des Sprechers der Besetzer, Luca Rosenberg, diese Androhung am Montag zurück.

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Gespräch mit Politikern suchen

Auf dem besetzten Acker soll ein Logistikzentrum entstehen. Bei der Gruppe mit dem Namen "Acker bleibt!", die seit Anfang Mai auf dem Gelände ihr Camp errichtet haben, handelt es sich um Naturschützer, die gegen das geplante Zentrum protestieren. "Das ist eine gute Nachricht für uns, und wir freuen uns, dass der Widerstand weiterhin sichtbar bleibt", sagte Rosenberg. Die Besetzer, die auch vom Starkregen am Montagabend betroffen waren, wollen in den kommenden Wochen das Gespräch mit Mitgliedern der Gemeindevertretung suchen. "Bislang hat es zu ihnen nur wenig Kontakt gegeben", erklärte Rosenberg. Um auf den Protest gegen das Logistikzentrum aufmerksam zu machen, sei am Sonnabend unter anderem ein Konzert geplant.

Einladung zum Bundespräsidenten

Während die Besetzer vom Acker vor Ort weiter ihren Widerstand leisten, kann Marco Roose von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg (BI), die Bedenken der Mitglieder der BI bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorbringen. Roose hatte Steinmeier einen Brief geschrieben, in dem er ihm schildert, dass Mitglieder von CDU- und SPD-Fraktion nicht zu Gesprächen bereit sind.

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Auf sein Schreiben hin ist Roose am Donnerstag, 23. Mai, zur Feier 70 Jahre Grundgesetz beim Bundespräsidenten im Schloss Bellevue eingeladen. Dort habe er die Gelegenheit, die Situation in Neu-Eichenberg zu schildern. „In den letzten Wochen und Monaten sind viele neue Fakten auf den Tisch gekommen, wie zum Beispiel eine gänzlich andere wirtschaftliche Bewertung des gesamten Sondergebiet Logistik. Einem Gespräch darüber verweigert sich fast die gesamte lokale Politik. Anscheinend muss ich nach Berlin fahren, um hierüber diskutieren zu können“, teilte Roose in einer Mitteilung der BI mit.

Von Vera Wölk

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