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Vortrag in Göttingen

Astrophysiker Harald Lesch überzeugt mit viel Humor

Vortrag von Harald Lesch zum Abschluss der laufenden Reihe "Faszinierendes Weltall" des Förderkreises Planetarium Göttingen im ZHG.

Vortrag von Harald Lesch zum Abschluss der laufenden Reihe "Faszinierendes Weltall" des Förderkreises Planetarium Göttingen im ZHG.

Göttingen.Mit viel Humor hat der Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch am Montag über das Thema „Schlagzeilen vom Rand der erkennbaren Wirklichkeit – Gamma-Astronomie“ in der Universität Göttingen referiert. Die Veranstaltung schloss die laufende Vortragsreihe „Faszinierendes Weltall“ des Förderkreises Planetarium Göttingen ab. Seit 25 Jahren wurde erstmals ein Vortrag dieser Reihe im Sommer- statt im Wintersemester gehalten. Es herrschte ein großer Andrang im Hörsaal der Universität, Zuhörer aller Altersgruppen hatten sich dort zusammengefunden.

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Die Zuhörer empfingen Lesch mit großem Applaus. Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Ludwig-Maximilians-Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Einer breiten Öffentlichkeit ist er durch seine zahlreichen Auftritte in Rundfunk und Fernsehen und den jungen Erwachsenen auch durch seine Videos auf YouTube bekannt geworden.

Sympathisch und selbstsicher

„Endlich mal ein Vortrag über Astronomie“, begann Lesch seinen Vortrag scherzhaft. Den Titel seines Vortrages „Schlagzeilen vom Rand der erkennbaren Wirklichkeit“ bezeichnete er als „Denkansatz“, als Respektbezeugung für diejenigen, die in dem Feld der Gamma-Astronomie arbeiten. Sein Ziel für den Abend machte er ebenfalls direkt deutlich: „Ich möchte, dass sie heute Abend aus diesem Hörsaal herausgehen und sagen ‚Boah!‘“. Dies erreichte er. Denn mit seiner lockeren, sympathischen und selbstsicheren Vortragsweise, mit der er komplexes physikalisches Wissen vermittelte, begeisterte er seine Zuhörer.

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Lesch versuchte unablässig, seinen Zuhörern die Inhalte seines Vortrages verständlich zu vermitteln. Gar nicht so einfach bei solchen komplexen physikalischen Themen. Er versicherte sich jedoch stets mit einem humorvollen „Alles klar?“, ob sein Publikum ihm folgen kann. Zudem versuchte er kontinuierlich, seine Zuhörer abzuholen: „Sie sind ein Elektron und auf sie kommt ein Photon zu“, bezog er sie beispielsweise mit ein. Zudem erklärte er physikalische Gegebenheiten durch Vergleiche aus dem Alltag. So verdeutlichte er die Stoßwellenbeschleunigung mit dem Beispiel, dass ein Tischtennisball, wenn er auf den Tisch fallengelassen wird und sich mit einem Schläger von immer weiter dem Tisch angenähert wird, der Ball zwischen den beiden Objekten immer schneller werde.

Betrachtungen vom Rand des uns zugänglichen Universums

Der Astrophysiker ist in seinem Element, wenn er Themen wie Teilchenphysik und Gammastrahlung erklärt. „Ich muss mal gucken, ob ich überhaupt noch etwas erzähle von dem Vortrag“, scherzt er, weil er sich gerne in den einzelnen Themen verliere und dann vom eigentlichen Vortrag abschweife. Im Allgemeinen stelle die Gamma-Astronomie einen relativ jungen Zweig der Astronomie dar. Durch sie seien Betrachtungen vom Rand des uns zugänglichen Universums und Einblicke in Phänomene möglich, die sich bei höchsten Energien abspielen. Diese würden unter anderem von gewaltigen Explosionen und Kollisionen von Sternen, schwarzen Löchern und Neutronensternen zeugen.

Zum Abschluss des Vortrages zeigte der Astrophysiker ein Bild der Milchstraße aus der Perspektive eines Teleskops. Die Lichter wurden ausgeschaltet und den Zuhörern bot sich ein erstaunliches Bild. Die Veranstaltung wurde durch langanhaltenden Applaus beendet, anschließend konnten die Besucher ihre persönlichen Fragen stellen.

Von Isa Kroeschell

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