Sprengung in der Weststadt

Nach den Bomben: Das ist die Lage an der S-Arena

Zwei Tage nach den Bombensprengungen kehrt Normalität in die Göttinger Weststadt zurück.

Zwei Tage nach den Bombensprengungen kehrt Normalität in die Göttinger Weststadt zurück.

Göttingen. Nach dem ereignisreichen Wochenende ist am Montag der Alltag in die Weststadt zurückgekehrt. Der Bereich um die S-Arena bleibt weiterhin abgesperrt. Doch der Sichtschutz an den Zäunen löst sich langsam aus der Verankerung und lässt immer mehr Blicke auf die Containerburg zu, die direkt neben der Halle zu deren Schutz errichtet worden ist. Das rhythmische Flattern der Planen im Wind begleitet das Motorenbrausen der vorbeifahrenden Autos auf der Godehardstraße. An einer Zufahrt verlegen die Arbeiter relativ unbeeindruckt Rohre.

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Auf dem unwegsamen Gelände selbst tut sich am Montagmittag nichts. Teilnahmslos stehen Pumpen, Sandsäcke und Holzplatten am Rande des Geländes. Vereizelt bleiben Passanten am Zaun stehen, sehen, dass es hier nichts zu sehen gibt, und gehen weiter. Auf dem Parkplatz am Schützenplatz dreht eine Fahrschülerin ihre Runden.

Nach der Bombenräumung: Nur noch wenige Schaulustige

Die einzigen Menschen, die innerhalb der Absperrungen unterwegs sind, arbeiten für einen privaten Sicherheitsdienst. Ein Mitarbeiter erzählt, dass in den letzten Tagen viele Schaulustige vorbeigekommen seien, die etwas von der Sprengung sehen wollten. Allzu neugierig seien die aber nicht gewesen, Zwischenfälle habe es kaum gegeben. Man sei hier auch zum Schutz vor Diebstahl, denn die Pumpen und Schläuche der Kampfmittelräumer sind begehrte Ware.

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Nach der Bombenentschärfung in Göttingen lässt der Sichtschutz immer mehr Blicke auf die S-Arena zu.

Nach der Bombenentschärfung in Göttingen lässt der Sichtschutz immer mehr Blicke auf die S-Arena zu.

Heute seien vielleicht zwei bis drei Schaulustige am Zaun gewesen – mehr nicht, schätzt eine Mitarbeiterin vom Sicherheitsdienst am Schützenplatz. Einer von ihnen ist Carsten Geißler, der seinen freien Tag für einen Zaunbesuch nutzt. Vor etwa 20 Jahren habe er in Sichtweite gewohnt, sagt er mit ein wenig Erleichterung in der Stimme. An die Entschärfungen dort, auf der anderen Seite der Leine, kann er sich noch erinnern. Geißler wundert sich, warum man die Basketballhalle ausgerechnet hier errichtet habe.

S-Arena von Bombensprengung unversehrt

Immerhin: Bei dieser Bombenräumung hat die S-Arena augenscheinlich nichts abbekommen. Das bestätigt die erste statistische Untersuchung nach der Entschärfung. Allerdings kann Geißler von hier aus erkennen, dass einige Container größeren Schaden genommen haben. Leicht schräg stehen sie aufeinander, die Türen sind aufgebrochen. Ein Container aus einer oberen Reihe hängt schräg heraus, die Wucht der Explosion hat ihm einen Knick in der Mitte verpasst, die Außenhaut mit Beulen übersäht.

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Ein Kleingärtner in der angrenzenden Kolonie „Auf der Masch“ ist froh, dass der Container den Schaden abbekommen hat – und nicht seine Parzelle. Denn der sei nichts passiert, alles in Ordnung. Ähnliche Berichte hört man von Anwohnern aus dem Blümchenviertel. Die Stadt scheint ihrem Ziel, die Schäden möglichst gering zu halten, nahe gekommen zu sein. Auch der Erste Stadtrat Christian Schmetz sprach am Sonntag von einer „ziemlich perfekten Geschichte“.

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In den nächsten Tagen beginnen die Aufräumarbeiten an der S-Arena. Bereits am Sonnabend will die BG Göttingen hier ihr nächstes Heimspiel bestreiten.

GT/ET

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