Streit um Bauprojekte im Schulbereich

CDU: „Einfach nur ungerecht“

Demo der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Göttingen

Demo der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Göttingen

Göttingen. Auslöser für den Unmut der CDU war die Ankündigung von Schuldezernent Siegfried Lieske, die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) in der Investitionsplanung vorziehen zu wollen. Waren Um- und Ausbau hier bisher für 2026 bis 2028 vorgesehen, sollen die Arbeiten an der von SPD-Ratsherr Tom Wedrins geleiteten Schule jetzt möglichst zeitnah starten.

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„Herr Wedrins nutzt ganz klar seine Position als Schulleiter und Schulausschussmitglied aus, und die Verwaltung macht bei diesem Spiel mit. Wir haben viele andere Schulen, die es deutlich nötiger haben“, kommentierte der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Thomas Häntsch in einer Mitteilung am Montag. Das jetzige Vorgehen sei einfach nur ungerecht gegenüber vielen anderen Schulen, so der langjährige Leiter des Felix-Klein-Gymnasiums. Vor allem die Grundschulen in Herberhausen und Elliehausen sieht die CDU hier benachteiligt.

Lieske: Andere Projekte werden nicht verdrängt

Lieske erläuterte am Montag das Vorgehen der Schulverwaltung, das im Übrigen mit Oberbürgermeister und Bauverwaltung abgestimmt sei. Die Arbeiten an der GSG würden keineswegs andere Projekte zurückdrängen, sondern aufgrund von freien Kapazitäten parallel ausgeführt, so der scheidende Schuldezernent.

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Wedrins reagierte am Montag ebenfalls auf den Vorstoß der CDU und betonte nochmals die Dringlichkeit der Sanierung. Die Raumknappheit an der GSG sei seit Jahren bekannt und werde durch die hohe Zahl an Förderschülern noch deutlicher. „Ich kämpfe als Schulleiter für die dringend notwendige Sanierung der Schule, damit hier alle bessere Bedingungen haben“, so Wedrins.

Seine beiden Rollen habe er dabei aber stets getrennt, sei als Ratsmitglied Sitzung mit entsprechenden Tagesordnungen bewusst ferngeblieben. In Richtung der CDU ergänzte er: „Die Tatsache, dass ich ehrenamtlich Kommunalpolitiker bin, soll mir beruflich zum Nachteil gemacht werden.“ Die Idee der Kommunalpolitik sei eine andere.

Von Markus Scharf

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