Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

„Danke sagen“

Corona-Pandemie: Solidarität mit Patienten und Beschäftigten in den Kliniken

„Wir bleiben für Euch hier..“: Ein Team aus der Chirurgischen Notaufnahme mit Appell an die Bevölkerung. Dr. Susanne Thomczyk (Oberärztin), Philipp Echterbeck (Arzt), Vivien Neumann (Pflege), Carsten Hoffmann (Pflege), Ilka Meyer (PJlerin).

„Wir bleiben für Euch hier..“: Ein Team aus der Chirurgischen Notaufnahme mit Appell an die Bevölkerung. Dr. Susanne Thomczyk (Oberärztin), Philipp Echterbeck (Arzt), Vivien Neumann (Pflege), Carsten Hoffmann (Pflege), Ilka Meyer (PJlerin).

Göttingen. COVID 19 verbreitet sich zunehmend in Göttingen und im Landkreis. Das Universitätsklinikum Göttingen (UMG) bereitet sich mit seinem Krisenstab intensiv auf die Lage vor: Es schafft stationäre Kapazitäten für die medizinische Betreuung von an COVID 19 schwer erkrankten Patienten, schützt Mitarbeitenden durch Besucherstopp und massive Einschränkungen in Forschung und Lehre, macht seinen Mitarbeitern Homeoffice Angebote. „Und schon gibt es vielfältige, anrührende Gesten und Solidaritätsbezeugungen aus der Bevölkerung“, heißt es in einer Mitteilung der UMG.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

So habe es zwischen den Bettenhäusern ein ungewöhnliches Konzert gegeben: Der Göttinger Musiker Jannis Schreiber hatte spontan Gitarre und Verstärker eingepackt, um für 20 Minuten auf dem Platz vor dem MRT-Gebäude zu spielen. Hinter den Fenstern und auf den Balkonen zeigten sich Patienten und Mitarbeiter, winkten und machten Handy-Aufnahmen. Viel Beifall nach dem Konzert gab aus allen Stockwerken der Bettenhäuser.

Jannis Schreiber. „Das macht wahnsinnig viel Spaß. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man den Menschen in solch einer Situation Freude bereiten kann.“

Jannis Schreiber. „Das macht wahnsinnig viel Spaß. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man den Menschen in solch einer Situation Freude bereiten kann.“

„Schönes Gefühl“

Ein kurzes Spiel als große Geste: Schreiber war Mitglied der bekannten Göttinger Band „Tom Schreibers Blume“ und ist sichtlich bewegt: „Das macht wahnsinnig viel Spaß. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man den Menschen in solch einer Situation Freude bereiten kann.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch: Corona-Liveticker: die aktuellen Entwicklungen in Göttingen und der Region

Die Idee zu dieser Aktion hatte Phillip Holländer von der Göttinger Band Flooot, die 2015 mit ihrem Lied „Göttingen“ bekannt wurde. Weitere Musikerkollegen aus Göttingen haben schon zugesagt und wollen auch am Uniklinikum vorbeikommen und spielen, heißt es in der UMG-Mitteilung.

Pappschild der Solidarität

Vor dem Haupteingang des Universitätsklinikums steht Tim Wiedenmeier. Der 14-jährige Schüler hält ein großes Pappschild und grüßt die UMG-Beschäftigten solidarisch: „Danke sagen zu allen, die jetzt für uns da sind“. Wiedenmeier ist einfach zum Klinikum gegangen und will immer wiederkommen, um damit seine Verbundenheit mit den Klinikumsmitarbeitenden auszudrücken.

#DankeSagen: Tim Wiedenmeier vorm Uni-Klinikum.

#DankeSagen: Tim Wiedenmeier vorm Uni-Klinikum.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aus der Chirurgischen Notaufnahme der UMG grüßt ein Team von Ärzten, Pflegekräften und Medizinstudierenden mit Schildern „Wir bleiben für Euch hier… bitte bleibt für uns Zuhause.“ Und auch Jennifer Sonntag und Steffi Göbel von der Intensivstation des Evangelischen Krankenhaus Weende sagen: „Verhaltet Euch solidarisch, bleibt zu Hause, wenn ihr nicht ganz dringend raus müsst.“

Jennifer Sonntag und Steffi Göbel von der Intensivstation des Evangelischen Krankenhaus Weende sagen: „Verhaltet Euch solidarisch, bleibt zu Hause, wenn ihr nicht ganz dringend raus müsst.“

Jennifer Sonntag und Steffi Göbel von der Intensivstation des Evangelischen Krankenhaus Weende sagen: „Verhaltet Euch solidarisch, bleibt zu Hause, wenn ihr nicht ganz dringend raus müsst.“

Erfolgreicher Facebook-Post

Bundesweit fordern Klinikumsmitarbeiter mit diesen Aktionen die Bevölkerung auf, aktiv und bewusst mit dazu beizutragen, dass sich der Coronavirus nicht so schnell ausbreiten kann. Und damit auch sich selbst zu schützen und für die vielen Beschäftigten in Kliniken und Krankenhäusern die Gefahr einer Ansteckung im öffentlichen Raum zu verhindern.

Foto aus Neu-Mariahilf.

Foto aus Neu-Mariahilf.

Die UMG hat diese Geste auf ihrem Facebook-Kanal gepostet. Innerhalb von 24 Stunden habe es 80.000 Kontakte gegeben, heißt es in einer Mitteilung der UMG. Mehr als 50 Kommentare hätten den UMG-Kolleginnen und Kollegen Mut zugesprochen, allen Ärzten und Pflegenden ihren Dank ausgedrückt und Kraft für die kommende Zeit gewünscht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Tiefer Dank vom Vorstand

„Wir sind für diese Gesten der Solidarität aus der Bevölkerung zutiefst dankbar“, sagen Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG, und Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung und Leiter des UMG-Krisenstabes.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Facebook, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

„Das zeigt uns, wie sehr die UMG im Bewusstsein der Bevölkerung präsent ist und dass die Menschen genau verstanden haben, worum es jetzt geht und wer hier gefordert ist: Es sind alle Mitarbeitenden in den Kliniken der Region, Ärzteschaft, Pflegekräfte, die Administration, die alle das ganze Räderwerk eines Krankenhauses am Laufen halten. Es sind die Haus- und Fachärzte, die sich an der Pandemie-Front für ihre Patientinnen und Patienten einsetzen, ihnen helfen. Die UMG wird als Maximalversorger alles tun, damit die Menschen in schweren Zeiten bestens versorgt werden.“

Von Michael Brakemeier / umg

Mehr aus Göttingen

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.