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Logistikzentrum Hebenshausen

Demonstration am Freitag mit letzten Stellungnahmen

Anfang Dezember gab es den bislang letzten großen Protestzug gegen das geplante Logistikzentrum Neu-Eichenberg.

Anfang Dezember gab es den bislang letzten großen Protestzug gegen das geplante Logistikzentrum Neu-Eichenberg.

Hebenshausen/Göttingen. Anlass ist das Vorhaben des Bensheimer Projektentwicklers Dietz AG, zwischen den Ortsteilen Hebenshausen und Neu-Eichenberg-Bahnhof ein Logistikzentrum mit bis zu 14 Meter hohen Hallen für verschiedene Firmen zu errichten. Die Bürgerinitiative und Einwohner der Gemeinde Neu-Eichenberg befürchten jedoch eine massive Verstärkung des Schwerlastverkehrs.

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Hochwassergefahr

Die Dietz AG kalkuliert mit 480 bis 900 Lastwagen pro Tag. Die Bürgerinitiative rechnet mit einer deutlich höheren Belastung. Außerdem gibt es Befürchtungen über eine erhöhte Hochwassergefahr wegen der großflächigen Flächenversiegelung durch das Logistikzentrum.

Der 25. Januar ist der letzte Tag, an dem Bürger Stellungnahmen zu dem Projekt abgeben können. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bauhof in Hebenshausen. Ab 11 Uhr gibt es eine Demonstration vom Bauhof zur Gemeindeverwaltung. Für 11.30 Uhr ist die gemeinsame Abgabe der Stellungnahmen vorgesehen. Ab 12 Uhr gibt es ein Kulturprogramm in Hebenshausen, Lange Straße 20.

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Unterdessen hat die Göttinger Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Die Partei entschieden, zusammen mit den Linken aus Witzenhausen gegen das direkt an der Landesgrenze gelegene künftige Logistikzentrum bei Hebenshausen vorzugehen und sich an den Einwendungen gegen zu beteiligen.

„Friedland massiv betroffen“

Der Vorsitzende der Kreistagsgruppe, Eckhard Fascher: „Durch ein zu erwartendes starkes Verkehrsaufkommen, zusätzlichen Lärm und Emissionen ist die Friedländer Bevölkerung durch das geplante Logistikzentrum massiv betroffen. “ Es sei ist nicht nachvollziehbar, dass der Landkreis Göttingen sich nicht betroffen sehe. Fascher: „Da die Logistikbranche nur vergleichsweise wenige Arbeitsplätze schafft, ist das Argument der Wirtschaftsförderung nur bedingt zutreffend.“ Außerdem müsse erst einmal nachgewiesen werden, „dass ein neues Güterverkehrszentrum überhaupt notwendig ist“.

Schon jetzt seien große Bereiche der vielen neu erschlossenen Gewerbegebiete im Göttinger Raum ohne Nutzer. „Die Linke in Witzenhausen und im Kreistag Werra-Meissner lehnen den Bau des Logistikzentrums Neu-Eichenberg ab, da hier bestes Ackerland dauerhaft versiegelt werden soll“, erklärt Heidi Rettberg, Kreistagsabgeordnete der Linken im Werra-Meißner-Kreis. „Das widerspricht den Zielen der Region zur nachhaltigen Bewirtschaftung in der Ökomodell- Region Nordhessen und der Biodiversitätsstrategie des Werra- Meissner-Kreises und führt zu einem überhöhten Verkehrsaufkommen mit erheblicher Belästigung der Anwohner.“

Von Matthias Heinzel

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