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Hingucker ohne Schmuddelecke

Göttingen hat "Bahnhof des Jahres 2013" - Das sagt die Jury

Göttingen/Berlin.Er ist „voll und ganz auf Fußgänger, Radfahrer und Flaneure eingestellt“ und hat als einziger in Deutschland ein Fahrradparkhaus mit Waschanlage. Sein denkmalgeschütztes Sandsteingebäude „ist allemal ein Hingucker“. Der Vorplatz mit Wasserspielen und Palmen lädt zum Verweilen ein. Und sogar die Rückseite ist „so ansprechend, dass manche Stadt für ihren Vorplatz von solchen Verhältnissen träumen könnte“. Sie sind voll des Lobes, und das Fazit der Juroren über den schönsten und besten Großstadtbahnhof Deutschlands ist durchaus bewusst sinnbildlich gemeint: „In Göttingen scheint auf beiden Seiten die Sonne.“

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Am Donnerstag hat die „Allianz pro Schiene“ in Berlin den Göttinger Haltepunkt offiziell als „Bahnhof des Jahres 2013“ ausgezeichnet. Oberursel ist der beste Kleinstadtbahnhof des Jahres.

2200 Vorschläge von Bahn-Fans

Zum zehnten Mal hat die „Allianz pro Schiene“ diese Auszeichnung vergeben. Zuvor hatten mehr als 2200 Bahn-Fans Vorschläge eingereicht und Göttingen in die Spitzengruppe gebracht. Anschließend hatte eine Jury 20 Favoriten inspiziert. Laut Wettbewerbsausschreibung wurden Bahnhöfe, deren Service, Übersichtlichkeit, Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr und Ambiente vorbildlich ist, gesucht. In Göttingen loben die Experten besonders das angeschlossene Fahrradparkhaus – und die neuen Fahrradständer: „Seit die Stadt ihren Vorplatz resolut aus der Umklammerung teils schrottreifer Fahrräder befreit hat, ist vor der schönen Fassade ein harmonisch orchestrierter Platz entstanden.“ Aber auch der „elegante und fußgängerfreundliche Hintereingang sei keine Schmuddelecke“ wie in vielen anderen Bahnhöfen.

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„Ich bin begeistert“, kommentierte Bahnhofsmanager Detlef Krusche am Donnerstag die Auszeichnung. Das sei zum einen der Stadt zu verdanken, zum anderen habe es sein Team „mit großem Engagement geschafft, unseren Bahnhof bei den Fahrgästen in den Fordergrund zu rücken“. Und das sind nicht wenige: Nach Krusches Angaben steigen hier täglich 27 000 Reisende ein und aus. Auf acht Gleisen stoppen pro Tag etwa 370 Züge, davon 180 im Fern- und 190 im Nahverkehr.

Betrieb weiter verbessern

„Hocherfreut“ äußerte sich auch der Göttinger Regionalvorsitzende von Pro Bahn, Gerd Aschoff. Er sieht in dem Titel aber auch „die Herausforderung an Bahn und Stadt, das Areal dauerhaft zu pflegen und den Betrieb weiter zu verbessern“. Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) wertete den Preis als Anerkennung für die gute Arbeit des Bahnhofsmanagements und seiner Mitarbeiter. Es sei aber auch eine Anerkennung für die Stadt, die Millionenbeträge in das Umfeld und in die Modernisierung des Gebäudes investiert habe.

► Zur Übergabe der Urkunde gibt es am Montag, 9. September, ab 11 Uhr vor dem Bahnhof ein Fest – neben anderen mit Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

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