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Marburger Online-Treffen

Göttingen: Städte „Sichere Häfen“ erneuern Forderungen an Bund und Länder

„Du kannst nicht zu Hause bleiben, wenn du kein Zuhause hast“ ist in Anspielung auf den Lockdown auf einem Banner zu lesen: Im Frühjahr 2020 haben unter anderem Vertreter der Seebrücke auf dem Wilhelmsplatz für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland demonstriert.

„Du kannst nicht zu Hause bleiben, wenn du kein Zuhause hast“ ist in Anspielung auf den Lockdown auf einem Banner zu lesen: Im Frühjahr 2020 haben unter anderem Vertreter der Seebrücke auf dem Wilhelmsplatz für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland demonstriert.

Göttingen.Beim Marburger Online-Treffen der „Städte Sichere Häfen“, zu denen auch Göttingen zählt, haben die Städte ihre Forderung an Bund und Länder, Geflüchteten zu helfen, erneuert, teilt die Göttinger Stadtverwaltung mit. Dafür böten die Beteiligten ihre Unterstützung an. Geflüchtete könnten untergebracht und versorgt, Kinder beschult und junge Erwachsene in Ausbildung und Studium gebracht werden. Integrationsangebote für Erwachsene stünden zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung.

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Der Brand des Flüchtlingslagers in Moria auf der griechischen Insel Lesbos habe zwar eine große Berichterstattung und internationale Anteilnahme ausgelöst, doch an den Lebensumständen der geflüchteten Menschen hätte sich nichts verbessert, schildert die Pressestelle der Stadt. Der bevorstehende Winter sowie die Gefahren einer Pandemie verschärften die bereits prekären Verhältnisse der geflüchteten Menschen zusätzlich.

Bündnis sorgt für Aufmerksamkeit

Das Bündnis habe in den vergangenen Monaten wiederholt für Aufmerksamkeit gesorgt, so die Pressestelle der Verwaltung weiter. Wegen eines Initiativschreibens aus diesem Kreis habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Oktober eine Videokonferenz mit Oberbürgermeistern zur Flüchtlingsaufnahme abgehalten. Aus Sicht der Mitgliedsstädte sei noch nicht genug erreicht worden.

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Wie Göttingen hätten sich mehr als 200 Städte zum „Sicheren Hafen“ erklärt und damit ihre Solidarität mit Geflüchteten in prekären Lagen Ausdruck verliehen, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Das zweite Arbeitstreffen des Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“, das im Frühjahr wegen der Pandemie habe ausfallen müssen, sei nun als Online-Konferenz nachgeholt worden.

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Vertreter der "Seebrücke", die über aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene berichteten, sowie des Bundesinnenministeriums hätten an der Konferenz teilgenommen. "Gemeinsam für die Menschen": Unter dieser Prämisse, teilte die Verwaltung mit, würden die Ideen nun koordiniert weiterverfolgt. Das Bündnis werde sowohl auf Landes- wie auch auf Bundesebene aktiv bleiben.

Von Stefan Kirchhoff

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