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Demo statt Unterricht

Göttinger Schüler streiken erneut für mehr Klimaschutz

Göttingen.Göttinger Schüler setzen sich für den Klimaschutz ein. Am Freitag, 18. Januar, wollen sie ab 8 Uhr vor dem Neuen Rathaus in Göttingen für ihre Ziele streiken. Die Ortsgruppe Göttingen der internationalen Bewegung „Fridays For Future“ rechnet mit rund 300 Teilnehmern.

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„Wir streiken bis ihr handelt“, heißt es in einer Mitteilung der Ortsgruppe. Ihre Forderungen: der „zügige“ Ausstieg aus der Kohlenutzung in Deutschland, die Einhaltung der Pariser Klimaziele und eine „Politik, die der jungen Generation eine lebenswerte Zukunft garantiert.

"Fridays for future": Göttinger Protest im Dezember.

"Fridays for future": Göttinger Protest im Dezember.

„Politiker spielen mit unserer Existenzgrundlage“

„Gerade wir jungen Menschen müssen sofort für mehr Klimaschutz eintreten, da wir die Letzten sind, die die Katastrophe noch verhindern können“, meint Linus Steinmetz (15). Zugleich würden auch besonders Jugendlichen die Betroffenen der momentanen Klimapolitik sein, für die Erwachsene verantwortlich seien. „Die Politiker von heute spielen mit unserer Existenzgrundlage“, so der Vorwurf.

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In Niedersachsen sind am Freitag außer in Göttingen Demos in Braunschweig, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück geplant, bundesweit in weiteren mehr als 40 Städten.

Bereits im Dezember hatten rund 100 Schüler vor dem Rathaus demonstriert, statt in die Schule zu gehen – teils begleitet von ihren Lehrern. "In den Streik zu treten ist für die Schülerinnen und Schüler selber meist kein erhebliches Risiko", sagt Ragna Diederichs (18). Unentschuldigtes Fehlen vom Unterricht werde nicht anders als Schwänzen gewertet. "Weil aber deutschlandweit tausende Jugendliche zeitgleich nicht zur Schule gehen, wird wohl niemand hart bestraft werden", hofft sie. "Wenn wir Jugendlichen diese Regel für ein paar Stunden brechen, tragen wir dazu bei, dass wir alle überhaupt eine Zukunft haben werden. Deshalb werde ich streiken", sagt sie.

Internationale Bewegung: „Fridays for future“.

Internationale Bewegung: „Fridays for future“.

Von den Faröer-Inseln bis Südafrika

Die Initiative „Fridays For Future“ geht zurück auf die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg. Die Schwedin gehe seit August 2018 mindestens einmal die Woche nicht in die Schule, sondern setze sich mit ihren Schulbüchern vor das Parlament, um die Regierung aufzufordern, sich konsequenter für den Klimaschutz einzusetzen, fasst die Göttinger Ortsgruppe „Fridays For Future“ zusammen. So seien allein am vergangenen Freitag junge Menschen aus Uganda, Südafrika, Nigeria, Finnland, Tschechien, Italien, Schweden, den USA, Kanada, Neuseeland, von den Faröer-Inseln sowie an vielen anderen Orten in den Klimastreik getreten, heißt es weiter.

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Die Göttinger Ortsgruppe kündigt an, mit anderen Schülern am 25. Januar vor dem Bundeswirtschaftsministerium für einen sofortigen Kohleausstieg zu demonstrieren. Dort tagt die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommision.

Von Michael Brakemeier

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