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Tierbaby in Not

Göttingerin findet Eichhörnchen-Baby vorm Haus

Das Baby-Eichhörnchen bringt nach seiner Rettung 61 Gramm auf die Küchenwaage.

Das Baby-Eichhörnchen bringt nach seiner Rettung 61 Gramm auf die Küchenwaage.

Göttingen. Wenn Tierbabys aus dem Nest fallen, kann es schwierig sein, ihnen zu helfen. Doch selbst für die kleinsten Lebewesen gibt es Hilfe. Eine Göttingerin hat nun ein Eichhörnchen-Baby retten können.

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„Das lag draußen am Mülleimer“, sagt Manuela Weber, die in einem Göttinger Stadtteil wohnt. „Erst haben wir gedacht, das holt die Mutter noch.“ Aber als sie dann zum Joggen aus dem Haus ging und bemerkte, wie kalt es draußen war, holte sie das Eichhörnchen lieber ins Haus. „Das war schon ganz unterkühlt.“

Das Eichhörnchen-Baby in seinem Karton.

Das Eichhörnchen-Baby in seinem Karton.

Weber vermutet, dass das Tierbaby aus einem Nest in einem ihrer Zypressenbäume gefallen ist. „Ich habe nach oben geguckt, konnte aber nichts sehen“, berichtet sie. Um das verwaiste Tier aufzupäppeln, habe sie es vorsichtig in einen Karton gelegt und ihm eine Zuckerlösung mit ein wenig Salz zur Stärkung angeboten.

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Auswilderungsgehege im Stadtwald

Um Eichhörnchen in Not kümmert sich in Göttingen das Team der Stadtförsterei. Im Damwildgehege am Kehr entsteht derzeit ein Auswilderungsgehege – als Zwischenstation für die Tiere, die nach dem Aufpäppeln auf dem Weg zurück in die freie Wildbahn sind. Im März hatten dort die ersten Eichhörnchen, Otto und Oskar, Unterschlupf gefunden.

Per Hand aufgepäppelt: Erst danach dürfen Eichhörnchen ins Auswilderungsgehege.

Per Hand aufgepäppelt: Erst danach dürfen Eichhörnchen ins Auswilderungsgehege.

Wer ein Eichhörnchen-Baby findet, muss einige Regeln einhalten, sagt Jens Austinat, der die Idee zu dem Auswilderungsgehege hatte. Die Tiere sollten nicht einfach etwas zu fressen oder zu trinken bekommen. „Das einzige, was man versuchen kann, ist, ob die Tiere etwas Wasser vom Finger schlecken wollen“, meint er. Wichtig sei immer, die Tiere warm zu halten.

Schnelle Hilfe beim Eichhörnchen-Notruf

Für schnelle Hilfe gibt es den Verein Eichhörnchen-Notruf: An seinem Service-Telefon ist ein Telefonteam zu erreichen, das die Finder an ein bundesweites Netzwerk von Auffangstationen oder Tierärzten weiterleiten können.

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Weber brachte ihr Findelkind in eine Tierarztpraxis. Dort wurde das Eichhörnchen behandelt und „stationär aufgenommen“, damit es auf die Beine kommen kann. In zwei Wochen soll es dann ausgewildert werden.

Der Eichhörnchen-Notruf ist täglich von 10 bis 12 Uhr und von 17 bis 19 Uhr unter der Nummer 0700/20020012 erreichbar.

Von Norma Jean Levin

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