IWF-Gelände

Investor reicht in letzter Sekunde Bauvoranfrage ein

Außenansicht des IWF-Geländes, auf dem die EBR bauen wird.

Außenansicht des IWF-Geländes, auf dem die EBR bauen wird.

Göttingen. Die EBR Projektentwicklung GmbH mit Sitz in Göttingen hatte im Sommer 2018 einen großen Teil des Geländes des früheren Institutes für den Wissenschaftlichen Film (IWF) an eine Münchener Immobilienfirma weiterverkauft, was in den vergangenen Tagen zu heftiger Kritik geführt hat. Aus Dienbergs Sicht habe es keine rechtlichen Spielräume gegeben, dem Weiterverkauf seitens der Stadt zu widersprechen.

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Eigentlich war die EBR nach einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt als vorheriger alleiniger Eigentümer des Areals verpflichtet, bis zum Sonnabend einen Bauantrag für das Bauprojekt einzureichen. Die Verzögerung von Sonnabend auf Montag sei wegen des Wochenendes zulässig, erklärt Verwaltungssprecher Dominik Kimyon am Montag. Ob das Einreichen einer Bauanfrage statt eines wie eigentlich vereinbarten Bauantrags ausreichend sei, die Frist zu wahren, prüfe die Stadt derzeit noch.

Die Bauvoranfrage hat am Montag allerdings nicht die EBR, sondern die Immobilienfirma Wertgrund als neue Eigentümer eines Großteils des Areals eingereicht. Sie hatte mit dem Verkauf auch die Verpflichtungen aus einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt übernommen in dem diese Frist verankert ist.

Stadtbaurat Dienberg hält das Beharren auf einem Bauantrag zum jetzigen Zeitpunkt für „kontraproduktiv“. Weil Bürgerinitiativen zwei Normenkontrollklagen gegen den Bebauungsplan eingereicht hätten, erscheine es „auch und gerade im Interesse der Stadt sinnvoll, dass zunächst eine vom Verfahren weniger aufwendige Bauvoranfrage eingereicht wird“.

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Von Matthias Heinzel

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