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Streckenlegung

Jäger erlegen 24 Tiere bei Drückjagd

Bläser aus den teilnehmenden Revieren (v. l.): Ewald Senge, Dirk Friedrichs, Manfred Probst, Hartmut Krannich und Iris Rumscheid.

Bläser aus den teilnehmenden Revieren (v. l.): Ewald Senge, Dirk Friedrichs, Manfred Probst, Hartmut Krannich und Iris Rumscheid.

Knutbühren. Etwa 80 Jäger aus den Revieren Knutbühren, Elliehausen, Esebeck und Barterode haben am Sonnabendvormittag eine revierübergreifende Drückjagd organisiert. Anschließend kamen sie zum Streckenlegen auf einer Wiese zwischen Knutbühren und Elliehausen zusammen.

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24 Tiere – so lautet die Bilanz der Jagd. „Das ist eher wenig, die Jahre vorher waren es mehr. Das muss aber nicht heißen, dass der Wildbestand nachgelassen hat“, sagt Thilo Immel, Revierpächter von Esebeck. Drei Stunden lang waren Schützen und Treiber an diesem Morgen mit ihren Hunden unterwegs. Dafür wurde die die Verbindungsstraße von Elliehausen über Knutbühren nach Barterode zwischen 9.30 und 13 Uhr gesperrt.

Treiber mit Hunden scheuchen Tiere auf

Während die Schützen bei einer Drückjagd ihren Platz aus Sicherheitsgründen nicht verlassen dürfen, streifen die Treiber mit den Hunden durch das Revier und scheuchen die Tiere aus der Deckung. Geschossen wird mit Gewehren, die Jäger nennen sie Büchsen, erklärt Maiken Ropeter-Nolte, die neue Obfrau für Presseangelegenheiten bei der Jägerschaft Göttingen.

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Im Video-Clip: Die Strecke, der Jäger, die Bläser

Streckelegen Jäger neu

Streckelegen Jäger neu

Etwa zwei solche revierübergreifende Jagden pro Jahr gibt es, berichtet Dieter Hildebrandt, Vorsitzender der Jägerschaft Göttingen. Meist wenn das Laub von den Bäumen verschwunden ist, weil die Tiere dann besser zu sehen sind und mit einem Schuss getötet werden können, erklärt er. Für Schwarzwild, also Wildschweine, gebe es keinen Abschussplan. „Man kann so viel erlegen, wie man will“, sagt Hildebrandt. Die Reviere jagen unter anderem gemeinsam, damit „nicht an jedem Wochenende Unruhe im Wald ist“, sagt Ropeter-Nolte.

Übergabe der Erlegerbrüche

Nach Ende der Drückjagd kamen die Jäger zur Streckenlegung zusammen. Das Ergebnis: acht Sauen, 13 Rehe, zwei Füchse und ein Hase. Die Revierpächter verlasen feierlich die Namen der Schützen und überreichten ihnen die Erlegerbrüche – Zweige bruchgerechter Holzarten, die sich die Jäger an den Hut stecken. Bevor es „Jagd vorbei – Halali“ aus den Jagdhörnern tönte, wurden zunächst die einzelnen Abschüsse verblasen, etwa „Fuchs tot“, „Sau tot“ oder „Bock tot“ – denn jedes Tier hat sein eigenes Jagdhornsignal, erklärt Ropeter-Nolte.

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Die erlegten Tiere gehen nun in den Besitz des jeweiligen Revierpächters über. Wolle ein Schütze unbedingt das von ihm geschossene Tier behalten, kann er es dem Pächter abkaufen, erklärt Immel. Zudem kann der Pächter das Tier auch an Privatpersonen verkaufen, allerdings müsse bei den Wildschweinen zunächst noch eine Trichin-Schau gemacht werden, um sicher zu gehen, dass diese frei von den Parasiten sind.

Von Nora Garben

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