Musikstunde im GDA-Wohnstift Göttingen

Klaviermusik von Chopin bis Miers

Matilda Leschke spielte in der Göttingen Soirèe mit den Schülerinnen und Schülern der Musizierschule Musi-Kuss im GDA-Wohnstift.

Matilda Leschke spielte in der Göttingen Soirèe mit den Schülerinnen und Schülern der Musizierschule Musi-Kuss im GDA-Wohnstift.

Göttingen. 16 Schüler der Musi-Kuss Musizierschule haben am Sonntag beim monatlichen Konzert im GDA-Wohnstift ihr Können präsentiert. Das Programm bot eine Vielfalt an Stücken und reichte von Martha Miers „Rain Dance“ bis zu Frédéric Chopins „Polonaise“ in g-Moll.

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Joachim Friedrich, Vorsitzender des Vereins Musi-Kuss, begrüßte das Publikum: "Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim wunderbaren Programm, auch wenn es etwas klavierlastig ist, das müssen wir bei den nächsten Konzerten ändern", so Friedrich, der selbst das Stück "Lied ohne Worte Op. 102" in g-Moll vorspielte:"Damit ich weiß, wie die Musikschüler sich fühlen."

„Jedes Kind ist anders“

Zwölf Pianisten und drei Violinisten spielten mit konzentrierten Mienen ihre eingeübten Stücke. Musiklehrerin Tünde Zeke betreute neun ihrer Schüler sowohl beim Auftritt als auch bei der Stückauswahl: „Jedes Kind ist anders, sie unterscheiden sich in Musikgeschmack, Technik und Fähigkeiten und die meisten Stücke kennen die Kinder nicht“, sagte Zeke lachend.

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Mobile Pedale für Fünfjährige

Geübt wird je nach Alter von einer halben Stunde bis zu drei Stunden pro Tag. Der fünfjährigen Sarah Rühlmann stellte Zeke mobile Pedale zur Verfügung, da ihre Beine noch zu kurz sind, um die eigentlichen zu erreichen. Dies hielt die jüngste der Spielenden aber nicht davon ab, mit gleich drei kurzen Stücken das Publikum zu begeistern.

Sarah Rühlmann am Klavier

Sarah Rühlmann am Klavier

Seit 16 Jahren gebe es die Konzerte im Wohnstift, erzählte Simon Wölfl, der als Organisator durch den Abend führte: "Das Besondere ist, dass die Schüler hier die Möglichkeit haben, jeweils das zu präsentieren, was sie in einem Monat gelernt haben". Vor allem der große Saal sei eine ganz andere Räumlichkeit als in der Musikschule.

Wölfl ist selbst Lehrer an der Musikschule und begleitete seine Violinschüler auf dem Klavier oder saß, wie beim Spiel von Violistin Priya Brander und Pianistin Simone Wunsch, auf einer Klavierbank zwischen den beiden und zeigte vollen Körpereinsatz beim Umblättern der Seiten. „Das Musikerleben wird deutlich gesteigert und zusammen mit den Bewohnern des Wohnstiftes ist es ein gemeinsames Erleben“, ergänzte Friedrich.

Mit viel Freude spielten die Schüler mit oder ohne Noten, ein- oder zweihändig Klavier und ernteten großen Applaus. Pauline Jung und Omisha Bhandari bewiesen beim vierhändigen Spiel harmonischem Einklang bei den Stücken „Tangamania“ von Saùl Cosentino und „Slawische Tänze op. 72, Nr 10 e-Moll“ von Antonín Dvořák.

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Hauke Sachsse am Klavier

Hauke Sachsse am Klavier

Zum Abschluss begeisterte Hinnerk Stach mit seinem unheimlich schnellen sowie dramatischen Spiel von Chopins „Etüde Op. 10“ in f- und cis-Moll. Der Applaus des Publikums war zugleich Dank für die tolle Musikstunde.

Von Madita Eggers

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