Göttingen gibt Gutachten in Auftrag

Köhler: „Südlink-Plan ist nicht akzeptabel“

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD)

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD)

Göttingen. Nach aktuellem Planungsstand soll die umstrittene Stromverbindung, die laut Betreiber Tennet Wind- und Kohlestrom zwischen Nord und Süd transportieren soll, mitten durch Göttingens Siedlungsgebiet verlaufen. Köhler sagt dazu in einer Stellungnahme: "Die geplante Südlink-Trasse ist für unseren Siedlungsraum und auch aus Naturschutzgründen nicht akzeptabel. Wir sagen daher deutlich Nein zum Südlink durch Göttingen."

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Die Auswirkungen der unterirdischen Stromleitungen seien weder ausreichend erforscht noch langfristig erprobt, weshalb eine Trasse keineswegs entlang bebauter Bereiche führen könne, unterstreicht der Oberbürgermeister. Der Westen des Stadtgebiets sei zudem der einzige Bereich, in dem es noch Entwicklungspotenzial gebe. „Das lassen wir uns durch die geplante Trassenführung nicht zerstören. Bereits die Wahle-Mecklar-Leitung führt durch das westliche Stadtgebiet, für eine zweite Trasse ist kein Spielraum mehr vorhanden“, so Köhler.

Gutachten in Auftrag gegeben

Gemeinsam mit dem hessischen Werra-Meißner-Kreis, der die Trassenführung West ebenfalls ablehnt, hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Raumwiderstände untersuchen soll. Ergebnisse werden Mitte April erwartet und in die Stellungnahme der Stadt eingearbeitet. Erst im Februar hatte Tennet bekanntgegeben, der Bundesnetzagentur die westliche Variante vorzuschlagen. Auf der bis dato bevorzugten östlichen Variante waren den Planern zu viele Hindernisse begegnet.

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Einwendungen gegen Südlink müssen bis Freitag, 6. Juni, schriftlich an die Bundesnetzagentur, Referat 804, Postfach 8001, 53105 Bonn (Betreff: Vorhaben 3, Abschnitt C) oder per Mail an v3v4c@bnetza.de erfolgen. Am Montag, 29. April, ist ein öffentlicher Infomarkt im Bovender Bürgerhaus von 16 bis 19 Uhr geplant.

Von Markus Scharf

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