Prozessauftakt

Mit Messer auf Ehemann eingestochen: Göttingerin wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Eine 37-jährige Göttingerin soll ihren Ehemann mit einem Küchenmesser attackiert haben.

Eine 37-jährige Göttingerin soll ihren Ehemann mit einem Küchenmesser attackiert haben.

Göttingen. Eine 37-jährige Frau aus Göttingen muss sich seit Mittwoch vor dem Göttinger Landgericht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, im August 2021 im Badezimmer der Wohnung in Göttingen mit einem Küchenmesser mehrfach auf ihren Ehemann eingestochen zu haben.

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Sie habe das Messer, das eine 14 Zentimeter lange Klinge hatte, zunächst hinter ihrem Rücken verborgen. Als ihr Ehemann sie aufforderte, sich umzudrehen, habe sie auf ihn eingestochen. Hintergrund sei vermutlich ein familiengerichtliches Verfahren gewesen, in dem es um das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder gegangen sei. Der Ehemann habe durch die Messerattacke multiple Stich- und Schnittverletzungen erlitten.

Schuldunfähig wegen paranoider Schizophrenie?

Laut Anklage soll die 37-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie leiden, zur Tatzeit sei ihre Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen. Rund vier Monate nach der Tat hatte das Amtsgericht Göttingen gegen sie einen Unterbringungsbefehl erlassen. Seit Ende Dezember ist die 37-Jährige einstweilig im Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrum in Moringen untergebracht. Davor hatte sie nach eigenen Angaben zuletzt in Hann.Münden gelebt.

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Zu Prozessbeginn erklärte ihre Verteidigerin, dass sich ihre Mandantin nicht zu den Anklagevorwürfen äußern werde. Nach derzeitigem Stand sind für den Prozess Verhandlungstermine bis in den Juli hinein angesetzt.

Von Heidi Niemann

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