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Sanierungsprojekt von Adler Real Estate

Ortsrat Grone fordert Mietertreffs, Kitagebäude und Staffelgeschosse

Gebäude der Adler Real Estate im Groner Süntelweg

Gebäude der Adler Real Estate im Groner Süntelweg

Grone. Auf der Tagesordnung des Ortsrats, der am Donnerstag im Bürgerhaus an der Martin-Luther-Straße zusammenkam, stand der Städtebauliche Vertrag, den Göttingen mit dem Immobilienkonzern abschließen will. Außerdem war ein Beschluss zur Auslegung der Bebauungspläne zu fassen, die den Rahmen für die geplante Sanierung abstecken.

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Kindertagesstätte an der Sollingstraße Ecke Harzstraße

Die SPD fordert einen Mietertreff in Grone-Nord. In Grone-Süd soll das Nachbarschaftszentrum personell aufgestockt werden. Die von Adler in Grone-Süd an der Sollingstraße Ecke Harzstraße geplante Kindertagesstätte mit ihren zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen soll auf einer dort vorhandenen Grünflächen ein eigenes Gebäude erhalten. Bisher ist vorgesehen, sie in einem Wohnhaus unterzubringen. „Wir halten die Wohnhauslösung für ausreichend“, erklärte Maria Gerl-Plein (Grüne). Die von den Grünen gewünschte getrennte Abstimmung über diesen Punkt lehnte die SPD, die im Ortsrat die Mehrheit hat, jedoch ab.

Schließlich präsentierte die SPD eine Liste von Gebäuden, wo nach ihrer Meinung die von Adler vorgesehenen Aufstockungen um Vollgeschosse Nachbargebäude zu sehr verschatten würden. Die Sozialdemokraten verlangen bei einer Reihe von Gebäuden die Beschränkung auf Staffelgeschosse.

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Adler-Projektleiter lehnt ab

Adler-Projektleiter Andreas Bening äußerte sich ablehnend zu diesem Punkt. Die Verschattung falle bei Staffelgeschossen unwesentlich geringer aus als bei Vollgeschossen. Die Kosten seien aber in etwa die gleichen. Sie müssten dann auf weniger Quadratmeter Wohnfläche ungerechnet werden. Das bedeute einen stärkeren Anstieg der Mieten, die durch die Sanierung ohnehin anziehen würden.

Zur Sprache kam während der Sitzung auch die Fahrstuhlfrage. Adler will Fahrstühle jeweils zwischen zwei Geschossen halten lassen. Mieter müssten dann eine Treppe nach oben oder unten gehen. Die Grünen halten das für unbefriedigend. Die Wohnungen würden so nicht barrierefrei zu erreichen sein. Haltepunkte auf jeder Etage würden die Kosten zu sehr in die Höhe treiben, argumentierte dagegen Bening. Schon jetzt gebe es Sorgen bei Mietern.

Nachverdichtung ist ein erklärtes Ziel der Stadt

Die Adler Real Estate besitzt rund 1100 Wohnungen in Grone, davon 500 in Grone-Süd und 600 in Grone-Nord. Die Gebäude sind mittlerweile 50 Jahre alt. Das Unternehmen will nun 74 Millionen Euro investieren, Gebäude energetisch sanieren, für Balkone und Aufzüge sorgen. Außerdem sollen die drei- bis viergeschossigen Häuser aufgestockt werden, um bis zu 270 neue Wohnungen zu schaffen. Diese sogenannte Nachverdichtung ist ein erklärtes Ziel der Stadt.

Der Berliner Konzern plant außerdem Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung. So sollen die Freiräume zwischen den Wohnblocks aufgewertet werden. Außerdem sind Investitionen in die soziale Infrastruktur vorgesehen. Das Angebot an Kitaplätzen wird ausgebaut. Verbindlich vereinbaren will das Unternehmen, dass sieben Prozent der Wohnungen in der sozialen Bindung bleiben.

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Von Michael Caspar

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