Vorschlag: Ticketpreis senken
Der im April dieses Jahres neu eingerichtete Schnellbus zwischen Göttingen und Duderstadt findet weniger Fahrgäste als erhofft. Der Vorschlag, den Ticketpreis kurzfristig zu senken, stieß im Wirtschaftsausschuss des Landkreises aber auf Ablehnung.
Göttingen. Busfahren im Landkreis Göttingen soll billiger werden. Die Landkreisverwaltung und der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) lassen durch die Civity Management Consultants GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg eine Tarifreform erarbeiten, die im Sommer kommenden Jahres vorliegen und dann umgesetzt werden soll. Kostet die derzeit bislang teuerste Fahrt innerhalb des Landkreises knapp zehn Euro, soll sich dieser Wert halbieren. Warum noch lange warten, haben sich Mitglieder der Kreistagsgruppe Die Linke/ Piraten/Partei+ gesagt und einen Antrag ausgearbeitet, der konkret für die Landesbuslinie 160 bereits ab dem 1. Januar 2020 umgesetzt werden soll. Eine Fahrt soll dann auf dieser Linie statt wie bisher 8,70, nur 5 Euro kosten.
Der seit April verkehrende und neu geschaffene Schnellbus (Landesbuslinie 160) zwischen Göttingen und Duderstadt werde wenig genutzt, begründete das Mitglied der Kreistagsgruppe, Andreas Gemmecke, den Vorstoß. „Es ist zu teuer. Die Buslinie wird nicht angenommen“, sagte er am Montag im Wirtschaftsausschuss des Landkreises. In einem Bericht des ZVSN sei die mangelnde Auslastung ebenfalls festgestellt worden. Um den Bus voll zu kriegen, müsse der Ticketpreis gesenkt werden. „Dann würden die Leute ihr Auto stehen lassen“, meinte das Mitglied des Kreistages.