Jugendhilfeausschuss

Systemische Schulbegleitung in Planung

Themenfoto Fassade vom Landkreis Ansicht Landkreis Göttingen

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Göttingen. Im Landkreis Göttingen soll an zwei weiterführenden Schulen eine systemische Schulbegleitung eingeführt werden. Angedacht ist diese Variante an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS Geismar) und an der IGS Bovenden. „Bei der Einführung der modellhaften systemischen Schulassistenz handelt es sich um ein gemeinschaftliches Projekt von Stadt und Landkreis, daher die Auswahl von je einer Schule aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Diese beiden Schulen wurden wegen der höheren Zahl an Schulassistenzen ausgewählt“, erklärt Kreispressesprecher Ulrich Lottmann.

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Gesellschaft von morgen prägen

Hintergrund für den Vorschlag der Verwaltung ist die UN-Behindertenrechtskonvention, nach der ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen gewährleistet werden muss. Dadurch solle für Menschen mit Behinderung das Recht auf Bildung ohne Diskriminierung und auf der Grundlage von Chancengleichheit verwirklicht werden. Gerade die Umsetzung des Rechts auf gemeinsame Bildung sei für die gleichberechtigte Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderung für ihren weiteren Lebensweg von grundsätzlicher Bedeutung. Das Bildungssystem hat, heißt es in der Mitteilung des Landkreises, in diesem Prozess eine Schlüsselfunktion, denn in der frühkindlichen, schulischen und beruflichen Bildung wird die „Gesellschaft von morgen" geprägt.

Dabei habe sich die Schulbegleitung in den letzten Jahren bundesweit als wichtige Leistung etabliert, die zum Gelingen eines inklusiven Schulsystems entscheidend beiträgt. Sie richtet sich nach dem individuellen Bedarf der Schüler mit Behinderung und ermöglicht den Besuch der Schule wie auch den Zugang zu Bildung.

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Kosten senken

Mit der Umstellung von der Einzelfallhilfe zu einer systemischen Schulbegleitung, sollen auch die gestiegenen Kosten für die Schulbegleitung wieder gesenkt werden. Zudem habe dieses Modell unter anderem folgende Vorteile: die Sicherstellung der erforderlichen Schulassistenzen an den Schulen, flexible und bedarfsgerechte Steuerung und die Qualitätssteigerung der Schulassistenz durch bei den Leistungserbringern festangestellte Fachkräfte.

Grundlage für die Einführung des Modells sei eine Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Landkreis, dem jeweiligen Leistungserbringer und der Schule. Überlegt werde, ob und inwieweit auch die Landesschulbehörde in die Kooperationsvereinbarung einzubinden ist. Für den Zuständigkeitsbereich von Stadt und Landkreis Göttingen soll das Modellprojekt an der IGS Göttingen-Geismar und an der IGS Bovenden zum 1.2.2019 eingeführt werden und eine Laufzeit bis zum 31.7.2022 haben. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Fachbereiche Soziales und Jugend, sodass damit einheitliche Förderbedingungen geschaffen werden. Im Landkreis erhalten aktuell 172 Schüler eine Assistenzleistung. Über den Vorschlag diskutieren die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in ihrer Sitzung am Dienstag, 27. November, um 16 Uhr im Raum 018 des Göttinger Kreishauses, Reinhäuser Landstraße 4.

Von Vera Wölk

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