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Internationale Gärten

Tauschbörse für Saatgut und Kultur

Saatgut-Tauschbörse im Nachbarschaftszentrum: Referentin und Autorin Anja Banzhaf, Loola Bahudaila und Abu Nassir.

Saatgut-Tauschbörse im Nachbarschaftszentrum: Referentin und Autorin Anja Banzhaf, Loola Bahudaila und Abu Nassir.

Göttingen.Bei frühlingshaftem Wetter saßen am Sonnabend Hobbygärtner und Landwirte vor dem Nachbarschaftszentrum zusammen und staunten über die vielfarbigen Bohnen, die teilweise an Käfer erinnerten. Dabei wurden nicht nur Bohnen-, Salat- und Gemüsesamen ausgetauscht, sondern auch Anbautipps und Geschichten. Wie die von Abu Nassir Saour und dem Kohlrabi. „Wir haben Abu Nassir Kohlrabi-Saatgut mitgebracht, aber es gab ein kleines Übersetzungschaos“, erzählt Anja Banzhaf, die die Tauschbörse gemeinsam mit Juan Torroba organisiert hat. „Als er dann den fertigen Kohlrabi in der Hand hatte, rief er: „Was ist das? Nimm das weg!“ Er kannte Kohlrabi zwar aus seiner Heimat in Syrien, doch der deutsche Kohlrabi sei viel fester und schärfer.

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Gärtnern im kleinen Stil im Internationalen Garten

Bevor in Syrien der Krieg ausgebrochen ist, hat Saour bei Damaskus als Landwirt gearbeitet. 2017 ist er nach Göttingen gekommen und gärtnert seitdem wieder im kleinen Stil auf seiner Parzelle im internationalen Garten in Grone. Auf Arabisch erzählt er von der scharfen syrischen Sonne, der starken deutschen Erde, dem täglichen Warten auf das erste Sprießen der Pflanzen.

Loola Bahudeila, die vor 20 Jahren aus Äthiopien nach Deutschland gekommen ist, übersetzt, wie häufig bei den Treffen und Aktionen des Vereins Internationale Gärten. Seit 20 Jahren bringt der Verein Gartenfreunde verschiedener Herkunft zusammen. 1996 wurde in Geismar die erste Gartengruppe gegründet, damit bosnische Flüchtlinge wieder gärtnern konnten. Das Konzept hat sich bewährt: Mehr als 360 interkulturelle Gärten sind inzwischen im bundesweiten Netzwerk der interkulturellen Gärten vereint. Jeder könne eine etwa 20 Quadratmeter messende Fläche bekommen und diese selbst gestalten, erzählt Torroba, der betont: „Unser Ziel ist aber nicht nur das Anbauen, sondern auch das gemeinsame Tun.“

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Von Katharina Meyer

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