Universität Göttingen

Uni-Präsidentin soll schon 2019 gehen

Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität

Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität

Göttingen. Offenbar soll die Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel früher gehen als bisher bekannt. Der Senat will die Stelle bereits zum 1. Oktober 2019 neu besetzen. Dem Tageblatt liegt ein entsprechendes Papier vor. Das zeigt Unterschiede zu den bislang bekannten Konsequenzen aus dem Debakel um die Exzellenzstrategie.

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Der Senat der Universität Göttingen beschneidet den Handlungsspielraum der Präsidentin erheblich und gibt einen straffen Zeitplan für die Nachfolgeregelung vor. Außerdem soll eine Evaluationskommission die Gründe für das Scheitern der Exzellenzstrategie analysieren. Das geht aus einer Erklärung hervor, die der Senat der Universität Göttingen hat am Mittwoch, 17. Oktober, einstimmig beschlossen hat. Dem Tageblatt liegt dieses Papier seit dem Wochenende vor. Das zeigt Differenzen zur Darstellung der Unipräsidentin, die das Tageblatt in der Sonnabendausgabe veröffentlicht hatte.

Beisiegel-Nachfolge schon zum 1.10.2019

Der Senat will die Präsidentenstelle dem Beschluss zufolge bereits zum 1. Oktober 2019 neu besetzen. Dafür soll spätestens im Dezember dieses Jahres eine Findungskommission eingesetzt werden. Beisiegel hatte ihre Bereitschaft erklärt, die Amtsgeschäfte bis zum Wintersemester 2019/2020 weiterzuführen. Dem Tageblatt gegenüber hatte sie geäußert, noch bis Anfang 2020 im Amt bleiben zu wollen.

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Kommission soll Scheitern analysieren

Das Scheitern der Exzellenzinitiative soll dem Senatsbeschluss zufolge eine Evaluationskommission aufarbeiten, die dabei auch die Stärken und Schwächen sowie die finanziellen Handlungsspielräume der Georg-August-Universität analysieren soll. Dem Gremium sollen zwölf Mitglieder angehören, von denen jeweils vier der Senat, das Dekanekonzil und der Stiftungsrat benennen sollen. Die Evaluationskommission soll ihre Arbeit im Frühjahr 2019 abgeschlossen haben.

Senat schränkt Spielräume ein

Bis zum Bericht der Evaluationskommission soll ein Strukturmoratorium an der Uni Göttingen gelten. Im Senatspapier heißt es dazu: „Das Präsidium und die Gremien der Universität werden in dieser Zeit keine grundlegenden organisatorischen und finanziellen Entscheidungen treffen; davon ausgenommen sind die Fortsetzung begonnener und vertraglich vereinbarter Projekte, Berufungs- und Bleibeverhandlungen und die Wahrung der gesetzlich vorgegebenen Aufgaben, soweit sie nicht die Strategie und die Finanzplanung der Universität betreffen.“

Das bedeutete, dass Projektveränderungen, wie sie beispielsweise zuletzt bei der räumlichen Verlegung des Welcome Centres vom Göttinger Bahnhof in das künftige „Forum Wissen“ zu beobachten waren, bis auf Weiteres nicht möglich sind. Damit wäre die Unispitze lediglich mit der Fortführung des laufenden Verwaltungsgeschäftes betraut, hätte aber keine Chance, weitere Akzente zu setzen oder gar Neues anzuschieben oder bei begonnenen Projekten Anpassungen grundsätzlicher Art vorzunehmen.

Veröffentlichung verzögert

Letzter Punkt in der Senatserklärung: „Der Senat fordert das Präsidium auf, diese Erklärung über die Pressestelle der Universität nach der Senatssitzung öffentlich zu machen.“ Das Tageblatt hat diese Erklärung am Sonnabend über informelle Kanäle bekommen, nicht jedoch auf dem vorgezeichneten Weg über die Pressestelle der Universität.

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Sie erreichen den Autor unter E-Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de Twitter: https://twitter.com/tooppermann Facebook: https://www.facebook.com/christoph.oppermann

Hier ein Kommentar von Chefredakteur Uwe Graells.

Von Christoph Oppermann

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