Seenotrettung

Vernetzungstreffen der Seebrücke in Göttingen

Seebrücke: Vernetzungstreffen in Göttingen.

Seebrücke: Vernetzungstreffen in Göttingen.

Göttingen. Mehr als 70 Teilnehmer aus 40 Städten haben sich am vergangenen Wochenende in Göttingen zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen der Bewegung Seebrücke getroffen. Die Bewegung wächst, die Ziele für 2019 sind formuliert.

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„2019 werden wir uns das Thema Menschlichkeit auf die Fahnen schreiben, wollen deutlich machen, dass Menschenrechte für alle gelten“, formuliert Tabea Reiffert, eine der Seebrücke-Sprecherinnen, das Ergebnis eines zweitägigen bundesweiten Vernetzungstreffens in Göttingen. Mehr als 70 Teilnehmer aus 40 Städten haben dabei auch darüber diskutiert, welche Aktionen geplant werden und wie die Arbeit der einzelnen Gruppen besser koordiniert und strukturiert werden kann, ohne den Ortsgruppen der internationalen Bewegung ihre Eigenständigkeit zu nehmen.

Das blockierte Flüchtlings-Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation „Lifeline“ liegt im  Hafen von Valletta

Das blockierte Flüchtlings-Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation „Lifeline“ liegt im Hafen von Valletta.

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Die Bewegung Seebrücke hat sich Ende Juni gegründet, als die das Seenotrettungsschiff "Lifeline" mit 234 Menschen an Bord tagelang auf dem Mittelmeer ausharren musste und in keinem europäischen Hafen anlegen konnte, heißt es auf der Internetseite von Seebrücke. Aus Empörung über diesen Zustand hätten sich einige Aktivisten, die seit Jahren ehren- und hauptamtlich in der Geflüchtetenhilfe arbeiten, in einer Messenger-Gruppe organisiert, heißt es dort weiter.

Inzwischen, so Reiffert, gibt es in mehr als 140 Städten Menschen, die für Seebrücke aktiv sind – auch in Göttingen.

Hunderte protestieren vor dem Alten Rathaus in Göttingen gegen Kriminalsierung von Flüchtlingshelfern

Hunderte protestieren vor dem Alten Rathaus in Göttingen gegen Kriminalsierung von Flüchtlingshelfern.

"Die Bewegung wächst stark", sagt Reiffert. Nach eigenen Angaben sind seitdem mehr als 125000 Menschen im Namen der Seebrücke auf die Straßen gegangen. In Hamburg waren es Anfang September bis zu 16000. 80 Institutionen unterstützen die Seebrücke inzwischen.

Eines der Seebrücke-Ziele, so Reiffert, sei es, Öffentlichkeit für die Situation von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu schaffen und mit den Aktionen die Bevölkerung zu erreichen. Gleichzeitig arbeiteten sie eng mit den Hilfsorganisationen zusammen.

Demonstration Seebrücke im Oktober in der Göttinger Innenstadt

Demonstration Seebrücke im Oktober in der Göttinger Innenstadt.

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„Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen, und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität“, heißt es auf der Internetseite. Migration sei schon immer Teil unserer Gesellschaft. Statt Grenzen zu schließen, „brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen“.

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Das Projekt Missing Migrants der Internationalen Organisation für Migration verzeichnet für 2018 1989 tote Flüchtlinge auf dem Mittelmeer (Stand 5. November). Allein 1266 in dem Seegebiet zwischen Libyen und Italien.

Von Michael Brakemeier

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