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Bauarbeiten und Betriebskosten

Wie geht es weiter im Kunstquartier Göttingen?

Baustelle für das Galeriegebäudes des Kunstquartiers in der Düsteren Straße.

Baustelle für das Galeriegebäudes des Kunstquartiers in der Düsteren Straße.

Göttingen.Während in der Düsteren Straße der Bau für das Galeriegebäudes weiter voranschreitet, bereitet die Stadtverwaltung hinter den Kulissen den Betrieb des künftigen Herzstückes des Göttinger Kunstquartieres vor.

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Die Stadtverwaltung rechnet im Moment von einem jährlichen Budget von rund 425000 Euro für den Betrieb des Galeriegebäudes. "Der Wirtschaftsplan befindet sich derzeit im Entwurf", erläutert Cordula Dankert, Referentin des Oberbürgermeisters. Eines steht jedoch bereits fest: "Die Stadt wird sich mit einem Betriebskostenzuschuss in Höhe von 180000 Euro beteiligen." Darüber hinaus sei die Stadtverwaltung auf der Suche nach weiteren Sponsoren. Einige Sponsoren für das Galeriegebäude seien bereits gefunden, möchten aber noch nicht genannt werden, erklärt Dankert. In einer Antwort auf eine Anfrage der grünen Ratsfraktion zur "Zukunftsfestigkeit des Göttinger Haushalts" hatte die Verwaltung zugesichert, "regelmäßig über die Spendenzusagen" zu informieren.

Arbeiten am Galeriegebäude

Arbeiten am Galeriegebäude

Weiter bereitet die Stadtverwaltung für den Betrieb des Galeriegebäudes die Gründung eine gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) vor. Sie soll die Förderung von Kunst und Kultur zum Zweck haben. "Es wird sich um eine hundertprozentige Tochter der Stadt handeln, aber für weitere Gesellschafter offen sein", erläutert Dankert. Denkbar wäre die Abgabe von Gesellschaftsanteilen von bis zu 49 Prozent, sodass die Stadt Göttingen Mehrheitsgesellschafterin bliebe.

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Freundeskreis fürs Kunstquartier

Ebenfalls in Vorbereitung ist die Gründung eines Freundeskreises für das Kunstquartier im Sommer. „Er hat die Aufgabe, den Betrieb des Kunsthauses zu begleiten und zu unterstützen“, macht Dankert deutlich. Dazu gehörten auch finanzielle Mitteln und das Einwerben weiterer Sponsoren. „Da er noch nicht gegründet ist, können wir über Mitglieder noch keine Informationen herausgeben. Sicher ist aber, dass ihm Menschen angehören werden, die der Idee des Kunsthauses positiv-unterstützend gegenüberstehen werden“, sagt Dankert.

Baustelle für das Kuqua in der Düsteren Straße.

Baustelle für das Kuqua in der Düsteren Straße.

Auf der Baustelle in der Düsteren Straße herrscht derweil geschäftiges Treiben. Weit in die Straße ragen Kran, Container und Bauzaun in die Straße. Radfahrer und Fußgänger müssen sich durch die Engstelle quetschen.

Bauarbeiter sind, nachdem sie kurz vor Ostern die Decke über dem Kellergeschoss des Galeriegebäudes betoniert haben, dabei, die Außenwände zu den benachbarten Fachwerkhäusern als Halbfertigteile aufzustellen. „Danach werden Schalung und Stahlbewehrung der straßen- und hofseitigen Außenwände errichtet. Im Anschluss erfolgen die Betonierarbeiten der Außenwände des Erdgeschosses. Parallel hierzu werden die Standflächen für das Außengerüst vorbereitet. Nach Fertigstellung der Außenwände werden die Innenwände des Treppenhauskernes errichtet“, beschreibt Dankert die nächsten Schritte auf der Baustelle. „Das wird jetzt alles sehr schnell gehen”, hatte Kulturdezernentin Petra Broistedt

beim jüngsten KuQua-Stammtisch

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im April gesagt. Und: „Wir hoffen, dass wir die Kosten einhalten”, sagte sie.

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„Nationales Projekt des Städtebaus“

Das KuQua wird als "nationales Projekt des Städtebaus" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten für das Galeriegebäude stiegen im vergangenen Jahr hauptsächlich wegen Preissteigerungen im Baugewerbe auf sechs statt der veranschlagten fünf Millionen Euro. Der Eichsfelder Unternehmer Hans Georg Näder hatte daraufhin "in Aussicht gestellt" bis zu einer Million Euro zu für das Gebäude zu spenden.

Während die Infotafel an der Baustelle die Fertigstellung des Galeriegebäudes, das dann auf mehr als 700 Quadratmetern und drei Etagen Platz für zeitgenössische Kunst bieten soll, noch bis April 2020 in Aussicht stellt, hat die Verwaltung den Termin inzwischen in den Sommer verlegt. „Die Eröffnung ist für Herbst 2020 geplant“, kündigt Dankert an.

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail: m.brakemeier@goettinger-tageblatt.de

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Twitter: @soulmib

Facebook: michael.brakemeier

Von Michael Brakemeier

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