Vortrag im Apex

Zwischen Gewalt, Rechtsrock und Kommerz – der Multifunktionär Thorsten Heise

Thorsten Heise: vom gewalttätigen Skinhead hin zu einem bundesweit aktiven und gut vernetzten Multi-Funktionär der extremen Rechten.

Thorsten Heise: vom gewalttätigen Skinhead hin zu einem bundesweit aktiven und gut vernetzten Multi-Funktionär der extremen Rechten.

Göttingen. "Zwischen Gewalt, Rechtsrock und Kommerz. Der Multifunktionär Thorsten Heise" lautet der Titel eines Vortrags, den der Journalist Kai Budler im Göttinger Apex hält. Veranstalter ist der neugegründete Verein "Antifaschistische Bildungszentrum und Archiv Göttingen".

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Kaum eine Person habe die südniedersächsische neonazistische Rechte in den vergangenen 25 Jahren so geprägt wie der im nahe gelegenen Fretterode wohnende Thorsten Heise, heißt es in der Ankündigung zu der Veranstaltung. „Mit seiner Infrastruktur, seinen Netzwerken und den jahrzehntelangen Erfahrungen gehört er zu den Säulen der bundesweiten extrem rechten Bewegung und ihrem Rückgrat“, heißt es weiter. Heise zähle zu den Kadern mit Geld und Einfluss, die „Kristallisationspunkte einer neuen militanten Neonazi-Bewegung“ seien.

Heise, Mitglied im Bundesvorstand der NPD und Veranstalter des Neonazi-Festivals „Schild & Schwert“.

Heise, Mitglied im Bundesvorstand der NPD und Veranstalter des Neonazi-Festivals „Schild & Schwert“.

Der freie Fachjournalist Kai Budler – unter anderem Autor für das Blog "Störungsmelder" der Zeit und für den Informationsdienst "Blick nach Rechts" – will in seinem Vortrag Heises Entwicklung vom gewalttätigen Skinhead hin zu einem bundesweit aktiven und gut vernetzten Multi-Funktionär der extremen Rechten skizzieren. Besonderes Augenmerk werde dabei auf seinen Kontakten "zu rechtsterroristischen Gruppen" liegen, heißt es weiter.

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Beginn des Vortrages ist Montag, 28. Oktober, um 18 Uhr im Apex, Burgstraße 46, in Göttingen. Er ist eine Zusammenarbeit des Bildungszentrums mit dem Verein Apex Kultur.

Podiumsdiskussion zu rechter Gewalt und den Folgen

Bereits am Dienstag, 22. Oktober, veranstaltet der Verein "Antifaschistische Bildungszentrum und Archiv Göttingen" eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Ein Jahr nach dem Angriff in Fretterode – Rechte Gewalt und ihre Folgen". Als Teilnehmer sind ein betroffener Journalist, Sven Adam (Rechtsanwalt des Betroffenen), Kristin Harney (Mobile Beratung Niedersachsen) und Theresa Lauß (Opferberatung Ezra) angekündigt. Beginn ist um 19 Uhr in Raum 11 des Auditoriums, Weender Landstraße 2.

Rechte Symboliken

Am Dienstag, 29. Oktober, geht es in einem Vortrag des Bildungszentrums um rechte Symboliken und wie sie zu erkennen sind. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Hörsaal 007 des Zentralen Hörsaalgebäudes, Platz der Göttinger Sieben 5.

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Von mib

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