10 Jahre Erfolgsgeschichte

Festakt im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund

Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10. Geburtstag.

Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10. Geburtstag.

Bad Grund. Wenn Anfang der 1970er-Jahre Heimatforscher Werner Binnewies sich nicht auf die Suche nach dem „eisernen Tor“ der Lichtensteinhöhle begeben hätte, könnte vermutlich nicht das zehnjährige Bestehen des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund (HEZ) gefeiert werden. Das machte Geologe Firouz Vladi während der jetzigen Jubiläumsfeier deutlich. Mit dem Auffinden einer Spalte zu der Höhle habe die Entdeckungsgeschichte begonnen.

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Ein richtiges Geburtstagsgeschenk hatte Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) mitgebracht. Er verkündete, dass der Landkreis Göttingen die fünf Millionen Euro für die Erweiterung des Museums beschlossen hat. Doch müssten auch diesmal – genau wie vor zehn Jahren – Förderer, wie die N-Bank und die Sparkassenstiftung gewonnen werden, die sich an dem Aufbringen der Hauptsumme beteiligen. Reuter dankte allen, die mit ihrer Zustimmung, finanziellen Unterstützung und Tatkraft möglich gemacht hatten, dass man jetzt feiern könne. Ob das nun die Landesforsten seien, auf deren Eigentum das HEZ steht, oder die Museumsleiterin Ortrud Krause und deren Team, die jeden Tag dafür sorgen, dass die Gäste zufrieden sind. Er selbst sei persönlich mit der Entstehungsgeschichte des Museums verbunden, die mit der Einladung von Kreisarchäologe Dr. Stefan Flindt in die Lichtensteinhöhle begann. Der Besuch habe ihn begeistert. Heute könnten zwei Bürger tief in die eigene Familiengeschichte blicken.

Älteste Familie der Welt

Aus dieser Sensation – dem Nachweis der wohl ältesten Familie der Welt – sei die Idee entstanden, die Ergebnisse zu präsentieren. Das sei die Geburtsstunde des HEZ gewesen, weil die Umgebung der Lichtensteinhöhle für ein Museum nicht geeignet gewesen sei, betonte Reuter.

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Geistiger Vater der Idee war Professor Roseneck. Er habe ihn davon überzeugt, nicht nur auszustellen, sondern ein Erlebnis daraus zu machen, so Reuter weiter. „Wenn Kindern etwas gefällt, dann finden es auch Erwachsene gut. Und dieses Museum macht es sehr anschaulich und lebendig.“ Mit Hilfe des Landes, der Sparkassenstiftung und der Sparkasse Osterode, der Klosterkammer, der Harz Energie und einigen anderen habe man den Museumsbau schließlich finanzieren können.

Mit Kreativität und Drang

Bürgermeister Harald Dietzmann dankte dem Landkreis dafür, dass dieser sich vor zehn Jahren - damals war es der ehemalige Landkreis Osterode unter Führung von Reuter - dazu entschieden hatte, die Idee des HEZ mitzutragen. Auch Dietzmann betonte, dass die Entscheidung im Kreistag Osterode ein wichtiges Zeichen für Bad Grund sei, werde doch damit dafür gesorgt, dass ein wichtiger Teil des Kulturerbes weiter nach außen strahlt.

Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10

Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10. Geburtstag.

Dietzmann dankte den Sponsoren sowie Ortrud Krause und ihrem Team dafür, das sie sich fürs Museum eingesetzt haben und es weiter tun werden. „Sie nehmen das Museum mit Herzblut an. Wir brauchen Leute, die mit dieser Kreativität und dem Drang nach mehr aktiv sind“.

Fast 718 000 Besucher

Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die Darsteller des Northeimer Theaters der Nacht sowie deren Handpuppen und Figuren, die mit inhaltsreichen Wortspielereien die vielen anwesenden Wissenschaftler und Höhlenforscher vorstellten. Kreisarchäologe Flindt hielt einen Vortrag über die Lichtensteinhöhle und die vielfältigen Forschungen der vergangenen zehn Jahre, die auch nach 25 Jahren noch nicht beendet sind.

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Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10

Party im Höhlenerlebniszentrum Bad Grund zum 10. Geburtstag.

Landesarchäologe Dr. Henning Haßmann wiederum war begeistert, dass die HEZ-Besucherzahlen ebenso stimmen wie die Inhalte. Er kenne nur wenige Museum, die Forschung von der Erdgeschichte an bis hin zur Archäologie zeigen können. Er sei begeistert darüber, dass es die Lichtensteinhöhle im HEZ als Nachbau gebe. Es sei ein absoluter Glücksfall gewesen, in der Lichtensteinhöhle eine Zeitkapsel mit besonderer Erhaltungsqualität zu finden. Museumsleiterin Krause erinnerte, dass das HEZ seit seiner Eröffnung am 10. Juli 2008 von inzwischen fast 718 000 Gästen besucht worden ist.

Von Petra Bordfeld

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