Öffentlicher Nahverkehr

Schnellbus zwischen Duderstadt und Göttingen kommt 2019

Ein Schnellbus zwischen Göttingen und Duderstadt soll ab April 2019 eingerichtet werden.

Ein Schnellbus zwischen Göttingen und Duderstadt soll ab April 2019 eingerichtet werden.

Ebergötzen. Kritik an zu vollen Bussen, nicht mitgenommenen Schülern und teuren Preisen haben Einwohner in einem Bürgergespräch mit Vertretern des Zweckverbands Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) geäußert. Die ZVSN-Mitarbeiter waren nach Ebergötzen gekommen, um die Einwohner über die Situation im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und die Pläne des Unternehmens zu informieren.

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Zwanzig Minuten später als angesetzt begann das Bürgergespräch im Rathaus, was bei einigen Einwohnern im voll besetzten Sitzungszimmer schon zu Beginn für Unmut sorgte. Verbandsgeschäftsführer Michael Frömming und Verkehrsplaner Ulrich Peter stellten zunächst die Pläne des ZVSN vor und erläuterten das Konzept des Bürger- und Dorfbusses. Ab April 2019 soll demnach ein Schnellbus zwischen Duderstadt und Göttingen eingerichtet werden, der Halt in Ebergötzen macht und von 5 bis 22 Uhr stündlich fährt. Die Bushaltestelle „Seeburger Straße“ soll dafür zu einem kleinen Busbahnhof mit Fahrradboxen ausgebaut werden, um Bürgern aus den umliegenden Ortschaften die Möglichkeit zu geben, mit dem Fahrrad nach Ebergötzen zu kommen und dort zuzusteigen. Der Schnellbus Linie 160 sei ein ergänzendes Angebot, werde also keine Fahrten anderer Linien ersetzen.

Preise für Bustickets steigen

Die Preise für Bustickets müssten erhöht werden, da die Produktionskosten gestiegen seien, unter anderem für höhere Löhne der Busfahrer. Bis 2020 möchte der ZVSN allerdings eine Tarifreform umsetzten, „Stichwort Fünf-Euro-Ticket“, sagte Frömming. „Ich weiß, das klingt noch lange.“ Man sei sich bewusst, „auf längeren Fahrten sind wir zu teuer“, räumte er ein.

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Kritik von den Einwohnern gab es besonders für die Busbeförderung der Schüler. So komme es weiterhin vor, dass Schüler nicht mitgenommen würden, weil die Busse zu voll seien. Bemängelt wurde, dass das Schülerticket für Schüler aus Holzerode nur in der Linie 185 gelte, wollten die Kinder über Ebergötzen fahren, müssten sie zuzahlen. Peter verwies darauf, dass diese Preissituation auf alten Tarifen basiere, mithilfe der Tarifreform solle deshalb auch „Gerechtigkeit wiederhergestellt“ werden. Der RBB betreibe das Gebiet eigenwirtschaftlich, der ZVSN können lediglich überprüfen, ob die „Hauptrelationen“ eingehalten werden. Deshalb sollten Eltern solche Vorkommnisse schriftlich genau festhalten und dem ZVSN mitteilen.

Zwei Stunden lang diskutierten Frömming und Peter mit den anwesenden Einwohnern. Die beiden nahmen einige Kritikpunkte zur Überprüfung mit, betonten aber auch, dass mit dem bestehenden Personal und Budget nicht alle Orte in der Fläche im gewünschten Maß eingebunden werden könnten. „Bei manchen wird es unbefriedigend bleiben“, so Frömming.

Von Nora Garben

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